"Ampeln" - Lichtsignalanlagen am Thormannplatz PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: TF   
Montag, den 21. August 2017 um 10:52 Uhr

(TF) Am Thormannplatz in Rendsburg kreuzen sich B 203 und L 47. Die Radverkehrsführung dort ist ohnehin umständlich, da die Kreuzung autogerecht gestaltet wurde. Wer von An der Schleuse kommt und in Am Gerhardsdamm indirekt linksabbiegen will, also dem Hochbordradweg folgt, mußte bis zum Beginn des Jahres mindestens 5 Ampeln beachten Fünf! Wer das direkte Linksabbiegen praktiziert, also auf der "Straße" fährt, muß nur ein Wechsellichtzeichen beachten.
Das funktionierte aber nur bis zum 31. Dezember 2016 so. Das direkte Linksabbiegen ist weiterhin möglich. Das indirekte Linksabbiegen ist nun dank des fahrradunfreundlich verschlafenen Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr oder der Rendsburger Stadtverwaltung nicht mehr so einfach durchführbar. Viele Radfahrende begehen inzwischen Rotlichtverstösse, weil sie das Signal der Fußgängerampel beachten. Seit dem 1. Januar 2017 gelten an jener Kreuzung für den Radverkehr die Lichtzeichen für den allgemeinen Fahrverkehr. Denn es fehlt an Fahrradampeln. Die Verwaltung hatte verschlafen, solche während der Übergangsfrist zu installieren.

Wer sich so auf den Radweg hinstellt, daß er die Fahrbahnampel sehen kann, steht den anderen Radfahrenden im Weg, weil es auf dem schmalen Radweg an einer Aufstellfläche fehlt. Konflikte mit regelunkundigen Autofahrenden sind vorprogrammiert. Die wenigsten Kraftfahrzeugführer kennen die Verkehrsregeln und betrachten regelkonform Radfahrende als Verkehrsrowdies.

Notwendig ist die Installation von Fahrradampeln. Dabei muß geprüft werden, ob eine Umprogrammierung notwendigg ist. Denn eine Konfliktschaltung nach niederländischem Vorbild wäre wünschenswert. Ein bloßes Austauschen der Streuscheiben der Fußgängerampeln ist nicht akzeptabel. Denn Radverkehr ist kein Fußverkehr. Fahrräder sind gleichberechtigte Fahrzeuge.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 21. August 2017 um 11:13 Uhr
 

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