Archiv Gewinnspiel 2015
Gewinnspiel 2015: Frage 1 E-Mail

Welcher dieser Radfahrer verhält sich richtig?

Das folgenden Bild entstand im Rotenhöfer Weg in Rendsburg. Der Rotenhöfer Weg liegt in einer 30-Zone. Auf der einen Seite der Fahrbahn gibt es Radweg und Gehweg, auf der anderen Seite nur einen Gehweg.

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Mögliche Lösungen:

a) Nur die Radfahrende A verhält sich korrekt.

b) Der Radfahrende B verhält sich korrekt.

c) Die Radfahrenden A und C verhalten sich korrekt.

d) Die Radfahrenden A und B verhalten sich korrekt.


Lösung:

Die richtige Lösung ist c). A und C verhalten sich korrekt. C fährt auf der Fahrbahn des Rotenhöfer Weges, weil er der Fahrbahnbenutzungspflicht für Fahrzeuge aus § 2 StVO folgt. B macht vom Benutzungsrecht für baulich vorhandene Radwege aus § 2 IV 3 StVO gebrauch. Der Radweg des Rotenhöfer Weges ist nicht benutzungspflichtig, da eine solche nicht angeordnet ist. Radwegebenutzungspflicht und 30-Zone schließen sich nach § 45 Ic StVO übrigens gegenseitig aus.
B verstößt gegen das Rechtsfahrgebot. Er ist ein Geisterradler. Da es in seiner Fahrtrichtung rechts der Fahrbahn im Rotenhöfer Weg keinen Radweg gibt, muß er auf der rechten Spur der Fahrbahn fahren. Die Benutzung in Fahrtrichtung linker Radwege ist verboten, wenn nicht in Fahrtrichtung links entsprechende Verkehrszeichen dieses ausnahmsweise erlauben.

 
Gewinnspiel 2015: Frage 2 E-Mail

Welcher Radfahrer verhält sich richtig?

Das folgenden Bild entstand in der Konrad-Adenauer-Straße in Rendsburg zwischen Edeka Hauschildt und dem P&R-Parkplatz.


Mögliche Lösungen:

a) Nur B verhält sich richtig.

b) A und B verhalten sich korrekt. C ist ein Kampfradler, der den Verkehr behindert.

c) Nur C verhält sich korrekt.

d) Die Radfahrenden B (bei angepaßter Geschwindigkeit) und C verhalten sich korrekt.


Lösung

Die richtige Lösung ist d). C folgt dem Fahrbahnbenutzungsgebot des § 2 StVO. Allerdings fährt er zu weit rechts am Rand. In der Konrad-Adenauer-Straße gibt es keinen Radweg, nur einen Gehweg. Dieser Gehweg ist durch Zusatzzeichen "Fahrrad frei" für langsamen Radverkehr freigegeben. Die Verkehrszeichenkombination steht aber nur am Gehweg in Fahrtrichtung rechts. Daher verhält sich A ordnungswidrig, während B vom Recht gebrauch macht, mit an den Fußverkehr angepaßter Geschwindigkeit auf dem freigegebenen Gehweg zu fahren.

 
Gewinnspiel 2015: Frage 3 E-Mail

Welcher dieser Radfahrer verhält sich richtig?

Das folgenden Bild entstand in der Denkerstraße in Rendsburg. Die Denkerstraße hat streckenweise Gehwege zu beiden Seiten.


Mögliche Lösungen:

a) Nur die Radfahrende A (bei angepaßter Geschwindigkeit) verhält sich korrekt.

b) Keiner der Radfahrenden A, B und C verhält sich regelkonform.

c) A (bei angepaßter Geschwindigkeit) , B und C verhalten sich  korrekt.

d) Nur die Radfahrenden B und C verhalten sich korrekt.


Lösung

Die richtige Antwort bietet c). Denn alle drei verhalten sich korrekt. B und C folgen dem Fahrbahnbenutzungsgebot für Fahrzeuge aus § 2 StVO. Die Tangenten sind weder Stadtautobahnen noch Kraftfahrstraßen. Nur die Überquerung der Dresdner Brücke ist mit dem Fahrrad verboten, da dort ein Zeichen 254 ("Verbot für Radfahrer") steht. Radfahrende müssen also unten am ZOB entlangfahren. Ebenso sperrt ein Zeichen 254 An der Bleiche für den Radverkehr. Der Gehweg wurde mit Zusatzzeichen "Fahrrad frei" für Radfahrende mit an den Fußverkehr angepaßter Geschwindigkeit freigegeben. Daher verhält sich auch A regegerecht.

 
Gewinnspiel 2015: Frage 4 E-Mail

Dürfen alle Pedelecs oder E-Bikes innerörtliche Radwege benutzen?

Mögliche Lösungen:

a) Ja, natürlich muß mit allen E-Bikes generell der Radweg benutzt werden.

b) Ja, aber für versicherungskennzeichenpflichtige E-Bikes und S-Pedelecs, die auch über 25 km/h noch Tretunterstützung bieten, besteht ein Wahlrecht zwischen Radweg und Fahrbahn.

c) Nein, E-Bikes haben generell nichts auf Radwegen zu suchen, da sie schneller als 15 km/h fahren können.

d) Versicherungskennzeichenpflichtige E-Bikes oder S-Pedelecs dürfen keine innerörtlichen Radwege benutzen. Elektrofahrräder, bei denen die Unterstützung durch den Elektromotor bis maximal 25 km/h erfolgt, dürfen den Radweg nutzen.


Lösung

Richtig ist die Antwort d). Kleinkrafträder haben innerorts auf Radwegen nichts zu suchen. Wenn ausnahmsweise ein Radweg für Mofas freigegeben ist, dann darf darauf mit jenen Ebikes gefahren werden, die mit einer Mofa vergleichbar sind. Außerorts dürfen Mofas generell den Radweg benutzen. S-Pedelecs, die auch 45 km/h fahren, dürfen keine Radwege benutzen.

 
Gewinnspiel 2015: Frage 5 E-Mail

Drei Radfahrende biegen von der Konrad-Adenauer-Straße kommend in die Kieler Straße ein und fahren auf der Fahrbahn in Richtung Stadttheater. Dürfen sie das?

Das folgenden Bild entstand in der Kieler Straße in Rendsburg. Die drei Radfahrenden kommen vom Linksabbiegestreifen der Konrad-Adenauer-Straße und wollen in die Innenstadt.

3 Radfahrende auf der Fahrbahn auf der Kieler Straße in Richtung Röhlingsplatz

Mögliche Lösungen:

a) Das Fahren auf dem Gehweg unter der Unterführung ist verboten. Dieses Verbot wird mit einem kleinen Verkehrszeichen noch einmal bestärkt. Daher müssen sie ab dort sogar auf der Fahrbahn fahren.

b) Diese Straße ist vierspurig, also eine Stadtautobahn. Fahrräder haben da nichts zu suchen.

c) Da ist ein Radweg, der muß benutzt werden. Wenn der Radweg abknickt, muß eben ein Umweg inkaufgenommen werden. So behindern diese drei Radrowdys nur den Verkehr.

d) Bis zur Einmündung müßten sie auf dem Radweg fahren. Dort dürfen sie auf die Fahrbahn wechseln, da der Radweg dann nicht mehr fahrbahnbegleitend ist.


Lösung

Die fünfte Gewinnfrage war die schwierigste Frage. Hier ist Antwort a) die richtige Lösung. Die drei Radfahrenden auf der Fahrbahn folgen dem Fahrbahnbenutzungsgebot aus § 2 StVO. Wenn sie auf dem Linksabbieger der Konrad-Adenauer-Straße stehen, ist kein Zeichen 241 zu sehen, welches eine Benutzungspflicht auf dem Radweg anordnen würde. Daher besteht nur ein Benutzungsrecht für diesen Radweg. Hinter der Einmündung "Am Eiland" steht ein Zeichen 241. Aber der Radweg dort biegt ab und verläuft nicht parallel zur Fahrbahn. Der Radweg ist also nicht Teil dieser Straße. Wären die drei Radfahrenden auf dem Radweg gefahren, müßten sie sie sich nun auf der Fahrbahn einfädeln.
Das Fahren auf dem Gehweg ist verboten. Unter der Durchfahrt zum Stadttheater wird dieses durch ein kleines "Verbot für Radfahrer" (Z. 254) am Gehweg bestärkt. Radfahrende müssen dort auf der Fahrbahn fahren.
Wer sein Fahrzeug schiebt, ist ein zu Fuß Gehender. Wenn auf dem Gehweg andere Fußgänger behindert werden könnten, muß nach § 25 II StVO am rechten Rand der Fahrbahn geschoben werden. Da der Gehweg in der Unterführung sehr eng ist, sind Behinderungen anderer Fußgänger sehr wahrscheinlich.

 
Lösungen des Gewinnspiels PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: TF   
Montag, den 01. September 2014 um 15:18 Uhr

Am Infostand des ADFC Rendsburg auf dem 40. Rendsburger Herbst gab es ein Gewinnspiel. 1.000 Teilnahmekarten, welche auch als Einladung zum Besuch am Informationsstand dienten, wurden verteilt. Der ADFC steht jedes Jahr auf Einladung der Polizei zusammen mit der Verkehrswacht im Stadtseegelände. Insbesondere am Samstagnachmittag sowie am Sonntag war der Stand des ADFC sehr gut besucht.  Die Besucher fragten nach Tourenvorschlägen, informierten sich über E-Bikes, stellten verkehrsrechtliche Fragen oder traten einfach dem ADFC bei. Wer sich am Stand für eine Mitgliedschaft entschied, erhielt eine Tasche gefüllt mit Informationen und dem beliebten Herbergsverzeichneis Bett & Bike des ADFC. 

Infotisch

Beim Gewinnspiel mußten bedauerlicherweise sehr viele Karten aussortiert werden, weil die Antworten falsch waren. Wir stellen die Fragen daher hier noch einmal vor und erläutern die richtige Lösung.

Frage1_RDH14

Gewinnfrage 1

Trotz baulich vorhandenem Radweg fahren diese Radfahrenden auf der Fahrbahn. Am Radweg gibt es keine Verkehrszeichen. (Ort: Hollerstraße-West, Büdelsdorf) - Ist es ihnen erlaubt?

1A) Nein, ein Radweg muß generell benutzt werden.

1B) Ja, der Radweg ist nicht benutzungspflichtig.

1C) Nein, und um diese Rüpelradler zu belehren, müssen sie eng überholt und geschnitten werden.

1D) Nein! Nur Fahrzeuge mit amtlichem Kennzeichen dürfen auf der Fahrbahn fahren, weil für sie Steuern gezahlt werden.
1E) Ja, denn mangels Verkehrszeichen handelt es sich um keinen Radweg.


Bis Ende 1998 wäre noch Antwort "A" richtig gewesen. Richtig ist seit der Fahrradnovelle der Straßenverkehrsordnung von 1997 Antwort B. Seit 1998 müssen Radfahrende im Mischverkehr auf der Fahrbahn fahren. Für baulich vorhandene Radwege besteht ein Benutzungsrecht. Daher ist Antwort E falsch. Hintergrund für die Abschaffung der 1976 eingeführten Allgemeinen Radwegebenutzungspflicht war das erhöhte Unfallrisiko auf Radwegen. Dieses ist auf schlechten Radwegen wie dem in der westlichen Hollerstraße noch höher als auf einem breiten Radweg, der nach Stand der Technik gebaut wurde. Nach Stand der Technik müßte der Gehweg breiter als 2 m sein. Der Gehweg müßte vom mindestens 2 m breiten Radweg mit einem Sicherheitsstreifen von 25 cm getrennt sein, um plötzliches Betreten durch zu Fuß Gehende zu verhindern. Zum Seitenstreifen, auf dem geparkt wird, wären 075 m Sicherheitsraum zu schaffen, damit der Radweg nicht durch die "Dooring-Zone" führt. Dazu kommt, daß der Radweg bessere Sichtbeziehungen an den Einmündungen bräuchte. 
Der ADFC Rendsburg empfiehlt für die westliche Hollerstraße die Fahrt auf der Fahrbahn. Denn der vorhandene Radweg birgt alle radwegetypischen Gefahren.

Frage2

Frage 2

Was gilt bei dieser Verkehrzeichenkombination?

 2A) Hier dürfen Radfahrende ausnahmsweise auf der Fahrbahn fahren.

2B) Hier haben radfahrende Vorrang, Kfz dürfen mit 50 km/h durch diese Straße fahren,

2C) Hier verkehrt vorrangig Radverkehr. Durch das Zusatzzeichen werden ausnahmsweise Kraftfahrzeuge nachrangig geduldet. Für alle Fahrzeuge gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h.


Die zweite Gewinnfrage beschäftigte sich mit der Fahrradstraße. Nach der Kampagne des ADFC Rendsburg im Frühjahr sollten das eigentlich alle Teilnehmer gewußt haben. Hier ist Antwort C richtig.

Frage3

Frage 3

Welche aktiven Beleuchtungs­elemente sind am Fahrrad vorge­schrieben?

3A) Dynamobetriebenes Licht; vorne weiß und hinten rot, bei Rennrädern bis 11 kg sind Akku­stecklichter erlaubt.

3B) Nur dynamobetriebenes Licht Vorne weiß und Hinten rot ist erlaubt und erforderlich.

3C) Dynamobetriebenes Licht oder Stecklichter.


Die Ausstattung thematisierte Frage 3. Bis 2013 wäre A richtig gewesen, doch nach einer Umformulierung des § 67 StVZO im Jahr 2013 ist Antwort C richtig.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 10. Mai 2019 um 09:21 Uhr
 


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