Linken Radweg nutzen? Drucken

Generell gilt auch für Radfahrende das Rechtsfahrgebot, also muß wie mit jedem anderen Fahrzeug auch  in Fahrtrichtung rechts gefahren werden (§ 2 I StVO).  Das bedeutet, daß nur der rechte Radweg genutzt werden darf. Die Benutzung einer in Fahrtrichtung links gelegenen Radverkehrsanage wird "Geisterradeln genannt. Das Geisterradeln ist genauso lästig und so gefährlich wie das Geisterfahren auf der Autobahn. Geisterradler gefährden sich und Andere. Dabei ist unerheblich, ob der Radweg mit Benutzungsrecht oder Benutzungspflicht versehen ist. Geisterradeln ist neben der Gehwegbenutzung eine der Hauptunfallursachen, wenn der Radfahrende Unfallverursacher ist.
Linkseitige Benutzungspflichten darf es innerorts wegen des hohen Unfallrisikos nicht geben (vgl. VwV-StVO zu § 2 Abs. 4 S. 2 Rn. 33). Außerorts dagegen gbt es nur Zweirichtungsradwege, alerdings auch kaum Einmündungen oder stark frequentierte Einfahrten. Deswegen entfallen außerorts einige radwegetypische Unfallrisiken.

Wenn es wie im Rotenhöfer Weg in Rendsburg nur auf einer Seite einen Radweg gibt, darf dieser nur in Fahrtrichtung rechts genutzt werden. Das gilt auch für den Abschnitt der Schleswiger Chaussee zwischen Hollesenstraße und Flensburger Straße.

Wie in der Aaborgstraße in Rendsburg an einem dafür ungeeigneten Hochbordradweg geschehen, kann ein linker Radweg zur Benutzung freigegeben werden. Es steht dann an jenem Radweg in Fahrtrichtung links alleinstehend das Zusatzzeichen "Fahrrad frei" (vgl. § 2 Abs. 4 StVO).