ADFC Rendsburg - Aktionen
Aktionen
Nach Umbau der Einmündung Hollerstraße-West: Ampel bleibt rot PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Torben Frank   
Mittwoch, den 11. Juli 2012 um 11:39 Uhr

Nach der Neugestaltung der Brückenstraße kam der Einmündungsbereich der westlichen Hollerstraße, der Vorwerkallee und der Ahlmannallee dran. Schon bei der Neugestaltung der Brückenstraße hatte der ADFC-Aktive Bodo Schnoor Einfluß genommen, damit der Radverkehr nicht benachteiligt würde. Für die Umgestaltung des Einmündungsbereiches der westlichen Hollerstraße hatte er Vorschläge gemacht. Leider hörten weder der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr noch die zuständige Straßenverkehrsbehörde des Kreises auf Bodo Schnoor, der sich auf die Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung sowie die Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA 95) berufen konnte.
In der Vorwerkallee sowie in der Ahlmannallee, beides Straßen mit wenig Verkehrslast, gibt es keine Radwege, der Radverkehr wird ganz normal im Mischverkehr auf der Fahrbahn geführt. In der westlichen Hollerstraße ist der Radweg nach § 2 IV StVO nicht benutzungspflichtig.Auch dort gibt es Radverkehr im Mischverkehr auf der Fahrbahn, nur noch wenige Fahrradfahrer gefährden sich freiwillig auf dem unzumutbar schmalen Radweg der Hollerstraße-West. Nach der Umgestaltung im Rahmen der Stadtsanierung wird es in der Hollerstraße-West auch keine Radwege mehr geben, so daß die Fahrradfahrer sicher auf der Fahrbahn im Sichtfeld der anderen Verkehrsteilnehmer unterwegs sein werden.

Der Vorschlag von Bodo Schnoor war eine Linksabbiegespur für den Radverkehr zu schaffen, der gerade über die B 203 geführt worden wäre. Auf der anderen Seite sollte eine Auffahrt auf den benutzungspflichtigen Radweg der Hollerstraße (B 203) geschaffen werden. Da die Räumzeiten von Fahrrädern sehr gut sind und die motorisisierten Linksabbieger links vorbeifahren könnten, wäre diese Lösung praktikabel gewesen. Ähnliche Lösungen gibt es schon in fahrradfreundlichen Städten.

LSA Hollerstraße-West

Bild 1: Richtige Aufstellung eines Radfahrers als Linksabbieger am Käthe-Ahlmann-Platz. Auf der gegenüberliegenden Seite wechselt er an der ersten zumutbaren Auffahrt auf den Radweg.

Nach Wunsch der Straßenverkehrsbehörde des Kreises soll der Fahrradfahrer aus der westlichen Hollerstraße kommend auf den Radweg wechseln und dann zuerst einmal die Einmündung queren und schließlich an der nächsten Ampel auf die rechte Seite der B 203 wechseln. Wer nach der Straßenverkehrsordnung radelt, ordnet sich aber auf der Abbiegespur auf der Fahrbahn ein.
Steht ein Fahrradfahrer allein auf der Linksabbiegerspur, bleibt die Lichtsignalanlage rot. Lichtsignalanlage oder LSA ist der technische Begriff für Ampel. Die Induktionsschleife der LSA ist nicht fein genug eingestellt, um einen Impuls vom Fahrrad zu bekommen. Nach Stand der Technik würden Kameras an solch einer Ampel verbaut, um den Radverkehr nicht zu benachteiligen.

Der Sprecher der Aktivengruppe Rendsburg des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs Bodo Schnoor hat als betroffener Fahrradfahrer Widerspruch gegen das Rotlicht eingelegt. Jeder betroffene Verkehrsteilnehmer kann binnen eines Jahres nach erster Betroffenheit Verkehrsanordnungen durch Verkehrszeichen widersprechen. Der Widerspruch öffnet den Weg zur Anfechtungsklage vor dem Verwaltungsgericht, falls er negativ beschieden wird. Fast 2 Jahre nach Erhebung des Widerspruchs wurde dieser Widerspruch nicht beschieden.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 11. Juli 2012 um 11:40 Uhr
 
Freigabe für Radverkehr in Gegenrichtung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Torben Frank   
Dienstag, den 10. Juli 2012 um 12:45 Uhr

Die Freigabe von Einbahnstraßen für den Radverkehr in Gegenrichtung müßte der Regelfall sein. Dieses betrifft nicht nur Einbahnstraßen in 30-Zonen, sondern alle Einbahnstraßen. Informationen zur Rechtsposition gibt es beim ADFC Hamburg. Die Autoren des ADFC Hamburg zeigen auch Mittel und Wege auf, wie die Freigabe zu verwirklichen ist.

 
Aktion des ADFC Rendsburg PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Torben Frank   
Dienstag, den 10. Juli 2012 um 11:38 Uhr

Am Geländer am Jungfernstieg sowie an den Barken, welche den Zugang zur maroden Weißen Brücke versperren, hängen seit ein paar Tagen Informaionstafeln des ADFC Rendsburg im Stil einer Traueranzeige. Die Trennung von Fußgängern und Radverkehr ist für eine Veloroute zwingend erforderlich.


Der ADFC-Aktive montiert am Jungfernstieg eine Hinweistafe

Bild 1: Der ADFC-Aktive Christian montiert am Jungfernstieg eine der Hinweistafeln.

Hinweistafel

Bild 2: Eine der Hinweistafeln an einer Barke, welche den Zugang zur Weißen Brücke versperren.


Der Text auf den Tafeln

Hinweistafel_inh

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 29. August 2012 um 13:03 Uhr
 
Wichtigkeit der Veloroute 5 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Torben Frank   
Dienstag, den 10. Juli 2012 um 11:34 Uhr

Da die marode Weiße Brücke gesperrt ist, bleibt Fahrradfahrern aus Neuwerk nur der problematische Weg über den Jungfernstieg oder der Umweg durch das Stadtseegelände in Richtung Schiffbrückenplatz, um in die Innenstadt zu gelangen.Über Neuwerk kommen auch Touristen von der NOK-Route, um die Rendsburger Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Die Innenstadt könnte vom boomenden Wirtschaftsfaktor Fahrradtourismus profitieren. Rendsburg ist einer der Ausgangspunkte für den Eider-Treene-Sorge-Radweg und liegt direkt an der NOK-Route sowie am Ochsenweg. Insbesondere die NOK-Route ist sehr beliebt und gut befahren. Fahrradtouristen gelten als kaufkräftig.
Alltagsradfahrer aus den Umlandgemeinden südlich des Kanals sowie aus Rendsburg-Süd nutzen wegen des kürzeren Weges und der Zeitersparnis durch den Fußgängertunnel das Fahrrad. Diese Alltagsradfahrer tätigen ihre Alltagserledigungen wie Fahrt zur Arbeit oder zum Einkauf mit dem Fahrrad. Je kürzer und besser der Weg ist, desto attraktiver ist das Fahrrad als Verkehrsmittel. Angesichts einer gefühlten Parkplatznot in der Innenstadt und des wegen Bauarbeiten teilgesperrten Kanaltunnels ist es im Interesse aller, wenn möglichst viele Menschen auf das Fahrrad umsteigen.

Die ursprünglichen Pläne für den Ausbau der Weißen Brücke im Rahmen der Veloroute 5 zeigte, daß die Stadtverwaltung sich der verkehrspolitischen Bedeutung bewußt war. Auch der Kompromißvorschlag des ehemaligen Bürgermeisters Breitner zeigte auf, daß der Neubau als Veloroute in ein Gesamtkonzept eingebetet war.

Problem der Führung über den Jungfernstieg

Neben dem Umweg durch den Stadtpark in Richtung Schiffbrückenplatz bleibt nur die Einbahnstraße Jungfernstieg als Alternative. Die Benutzung der dort mit Zeichen 240 bzw. 241 als benutzungspflichtig ausgewiesenen Radwege ist jedoch in mehrfacher Hinsicht problematisch. Auf Seite der Post und des Pellihofes (Z. 241) ist weder die bauliche Trennung gegeben noch ist der Weg im Verlauf stetig. Mangels der baulichen Trennung ist die Radverkehrsführung an Pelli-Hof und Post vorbei sehr problematisch. Auch die fehlenden vorgeschriebenen Sicherheisräume zur Fahrbahn, wo die Türen parkender Automobile Radfahrer bedrohen, sind nicht gegeben. Es müßte ein mindestens 2 (1,5) m breiter Radweg angelegt werden, der zusätzlich einen Sicherheitsraum von 0,75 m zum Fahrbahnrand bietet. Außerdem müßte für einen stetigen Verlauf auch an der Sparkasse vorbei gesorgt werden. Die linksseitige Führung des Radverkehrs ist generell problematisch und soll innerorts vermieden werden.
Auf der gegenüberliegenden Seite sieht es nicht besser aus. Eine Vermischung des Radverkehrs mit Fußgängern auf einer schmalen Fläche, deren Pflasterung ihre besten Tage hinter sich hat, ist ebenso problematisch und provoziert Konflikte, die Unfälle zur Folge haben können. Auf stark von Fußgängern frequentierten Räumen ist die Vermischung sowieso unzulässig. Die Mindestbreite des Weges wird in den ERA 2010 breiter, je größer das Verkehrsaufkommen ist. Die untere Schranke sind 2,5 m plus 0,25 m Sicherheitsraum für einen innerörtlichen gemischten Geh- und Radweg, bei geringem Verkehrsaufkommen.
Die Zeichen 241 vor Post und Westbankhaus sowie Zeichen 240 auf der gegenüberliegenden Seite dürfen ohnehin nur angeordnet werden, wenn sowohl die Mindestkriterien erfüllt werden als auch im Mischverkehr auf der Fahrbahn eine über das normale Maß hinausgehende Gefahrenlage bestünde.
Eine Öffnung einer Einbahnstraße für den Radverkehr ist nach § 45 IX StVO zwingend erforderlich, da unnötige Verkehrsbeschränkungen unzulässig sind. Entgegen der vormaligen Auffassung des Rendsburger ADFC-Aktiven Torben Frank ist auch ein Radweg entgegen der Einbahnstraße zulässig. Jedoch ist dieser Radweg im Jungfernstieg de facto nicht vorhanden.

Jungfernstieg umgestalten?

Nach einer Vermessung könnten Schutzstreifen auf der Fahrbahn aufgebracht werden, wenn der restliche Raum eine ausreichende Spurbreite für den Busverkehr läßt. Hierbei müßte berücksichtigt werden, daß zum Überholen von Radfahrern mindestens 1,5 m Sicherheitsabstand gewahrt werden muß. Außerdem müssen die Fahrradfahrer zu längs parkenden Automobilen mindestens 0,75 m Sicherheitsabstand halten können. Denkbar wäre also eine Führung des Radverkehrs mit der Einbahnstraße im Mischverkehr und in der engegengesetzten Richtung mit einem Radfahrstreifen, der geringfügig schmaler als ein Schutzstreifen sein darf. Optimal ist diese Lösung jedoch nicht, vermutlich paßt sie im Bereich der Sparkasse auch von der Breite her nicht, so daß dort Umbauten nötig wären.

Dank des Nationalen Radverkehrsplans wären vermutlich  Fördergelder für eine Umgestaltung des Jungfernstieges für die Veloroute 5 erhältlich. Zu beiden Seiten könnten ca. 3 m breite Gehwege bleiben. Eine breite Fahrbahn von ca. 4,5 m Breite könnte geschaffen werden. Der verbleibende Raum wird begrünt oder zu Parkplätzen umgestaltet. Um den Radverkehr in Gegenrichtung zuzulassen wird eine unechte Einbahnstraße ausgeschildert, an den Enden sperren Zeichen 260 "Verbot für Krafträder, auch mit Beiwagen, Kleinkrafträder und Mofas sowie für Kraftwagen und sonstige mehrspurige Kraftfahrzeuge" die Einfahrt, lassen aber Radverkehr zu.

 
Die Geschichte PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Torben Frank   
Montag, den 09. Juli 2012 um 22:51 Uhr

Die Weiße Brücke ist marode. Inzwischen ist sie gesperrt. Vorgeschlagen war eine Ausgestaltung vom Paradeplatz bis zm Neuen Rathaus als Veloroute mit Trennung von Fußgängern und Radverkehr.Dann begann die Verwässerung. Es wurde eine schmalere Brücke gefordert, so daß Radverkehr und Fußgänger vermischt werden mußten. Die Weiße Brücke ist aber Teil der Veloroute 5, die in der Rdwegenetzkarte der Stadt Rendsburg verzeichnet ist. Velorouten sollen wichtige Ziele in einem Stadtgebiet komfortabel, zügig und sicher erreichbar machen. Die Entdeckung, daß Radfahrer nicht allesamt Torkelradler* sind, ließ Protest gegen den kombinierten Geh- und Radweg aufkommen.

Die Veloroute 5 verbindet den Nord-Ostsee-Kanal vom Fußgängertunnel über den Paradeplatz mit der Innenstadt. Sowohl der Stadtteil Rendsburg-Süd als aich die Kanalgemeinden sowie die touristische NOK-Route werden so an die Innenstadt mit Rathaus und Theater radverklehrstechnisch angeschlossen.

Der Neubau einer schmalen Weißen Brücke für das Flanieren wurde vom Rat der Stadt Rendsburg beschlossen. Der Radverkehr bleibt außen vor. Nun wurde mit den neuen Plänen ein Antrag auf Förderung mit Veloroute gestellt. Dieser wurde natürlich abgelehnt.

* Torkelradler = Wer langsam mit dem Fahrrad fährt, torkelt und droht zu stürzen.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 10. Juli 2012 um 10:29 Uhr
 
«StartZurück12WeiterEnde»

Seite 2 von 2

© ADFC 2010