Rendsburg

Hier finden Sie Beispiele aus Rendsburg für gute oder schlechte Verkehrsraumgestaltung.



FLOP - Radverkehrsführung an Baustellen, Streckensperrungen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: TF   
Sonntag, den 06. Februar 2022 um 19:29 Uhr

Im ADFC Fahrradklima-Test erhält die Stadt Rendsburg seit Jahren ein knappes Ausreichend für die Radverkehrsführung an Baustellen. Diese Note ist eigentlich noch zu gut. Denn eine Radverkehrsführung wird gar nicht berücksichtig.

- Radwege, auf denen Baustellen bestehen, sind einfach ersatzlos gesperrt.Leider fahren dann viele Radfahrende verbotswidrig auf dem Gehweg, anstatt regelkonform auf die Fahrbahn auszuweichen.

- Ist ein Gehweg gesperrt, wird am Radweg ein Zeichen 239 aufgestellt, welches den Radweg zum Gehweg umfunktioniert. Leider fahren dann viele Radfahrende verbotswidrig auf dem Gehweg, anstatt regelkonform auf die Fahrbahn auszuweichen. Zuletzt war das Ende 2021 in der Itzehoer Chaussee vor dem NOK-Fussverkehrstunnel der Fall.

- Die gesamte Straße wird mit zeichen 254 stVO für den Radverkehr gesperrt. Das ist eine diskriminierende Lösung. Ohne Umleitungswegweisung ist das nicht akzeptabel. Im August und September 2021 war die Brückenstraße in Richtung Büdelsdorf auf diese weise am thormannplatz gesperrt.

u.v.m.

 
Eiland PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: TF   
Sonntag, den 06. Februar 2022 um 14:35 Uhr

Vorweg das Negative: Das Eiland war monatelang 2019/20 gesperrt. Es gab keine vernünftige Umleitungswegweisung, während von etwa September 2019 bis Juni 2020 die Strecke durch das Eiland von der Obereider zum Friedrich-Rogge-Platz gesperrt war. Die einzige Umfahrungsstrecke zu Am Eiland wurde mit Zeichen 239 StVO für den Radverkehr - angesichts des hohen Fussverkehrsaufkommens und der geringen Breite zurecht - gesperrt.

Die Kritik, dass mal wieder eine verkehrswichtige Strecke für den Radverkehr ohne Verbesserung gesperrt wurde, kam wohl an. Der Tiefbau der Stadt Rendsburg bemühte sich, Verbesserungen herbeizuführen. Verwendet wurde wieder das bewährte Pflaster, die Kieler Platte.
Dass kein Querschnitt nach Stand der Technik hergestellt wurde, liegt an den örtlichen Gegebenheiten.
Angesichts der fehlenden Barrierefreiheit des Gehweges ist es verständlich, dass Rollstuhlnutzer den Radweg nutzen. Vom Friedrich-Rogge-Platz aus kommend, handelt es sich klar um einen Radweg (Z. 237 StVO). Aus Richtung Obereider kommend fehlt eine solche Beschilderung leider. Die Vermengung von Fuss- und Fahrzeugverkehr ist angesichts des Verkehrsaufkommens unglücklich. Es handelt sich immerhin um eine der am stärksten befahrenen Strecken der Stadt.


 
Flop: Grobes Kopfsteinpflaster in Neuwerk PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: TF   
Samstag, den 26. März 2016 um 13:16 Uhr

(TF) Im Rendsburger Stadtteil Neuwerk bereitet ein grobes Kopfsteinpflaster den Radfahrenden rund um den Paradeplatz Probleme. Ordnungswidrige Gehwegbenutzung ist die Folge. Insbesondere in der Kronprinzenstraße, welche die Achse der Fahrradstraßen vom Fußgängertunnel unter dem NOK bis in die Innenstadt verlängert, ist das grobe Kopfsteinpflaster eine Radverkehrsbeinderung.
Da, wo es bei uns sehr holprig ist, haben die Lübecker nach Verfüllung der Lücken sogar eine Fahrradstraße vor dem St.-Annen-Museum.

Verfülltes Kofsteinpflaster in Lübeck

 
Top: Bewachter Fahrradstand am Bahnhof PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: TF   
Freitag, den 31. Oktober 2014 um 11:50 Uhr

Aktueller Hinweis: Zum Jahreswechsel 2014/15 wurde der Betrieb eingestellt. Seit Februar betreibt die Brücke e.V. den Fahrradstand mit eingeschränkten Öffnungszeiten. Die Stadtverwaltung bemüht sich um eine langfristige Lösung.

Am Rendsburger Bahnhof gibt es abseits des Haupteinganges am Ende des Taxistreifens ein unscheinbares Gebäude und einen Bauzaun. Dort betreibt die RABS eine Fahrradstation in Form eines Bewachten Fahrradstandes. Zum Service gehören auch ein Fahrradverleih. Die Einrichtung einer Selbsthilfewerkstatt ist im Gespräch.
Gegen ein Entgelt können Pendler ihr Fahrrad dort sicher unterstellen. Das freundliche Personal kümmert sich die Unterbringung des Fahrrades an den nummerierten Stellplätzen sowie die Bewachung des Zuganges zu den Fahrrädern. Der Kunde erhält eine Abholkarte mit der seinem Fahrrad zugeordneten Nummer. Eine Abholung oder Abgabe ist leider nur während der Öffnungszeiten zwischen 5 und 20 Uhr möglich.
Die Preise sind sehr günstig. Eine Schülermonatskarte kostet 6,80 €. Ein Pendler gibt im Jahr weniger für die sichere Unterbringung als für Vandalismus-Schäden aus. Denn Fahrräder am Bahnhof werden gerne zusammengetreten oder geplündert. 

Bedauerlicherweise ist der Bestand dieser Einrichtung nicht gesichert. Während in anderen Städten moderne Fahrradparkhäuser an den Bahnhöfen entstehen, läuft Rendsburg Gefahr, diese sinnreiche Einrichtung zu verlieren. Seit Jahren muß das engagierte Personal eine Dixi-Toilette benutzen, weil das Geld für den Neubau eines Gebäudes mit Sanitäranlage nicht bereitsteht. Die Bahn hat die Bahnhofstoiletten vor geraumer Zeit permanent geschlossen.

Wünschenswert für die Zukunft wären:

  • Ein festes Gebäude als Fahrradstation mit Sanitäranlage. 
  • Eine Selbsthilfewerkstatt mit Beratung.
  • Fahrradboxen für den jederzeitigen Zugang.
  • Vermietung und Betreuung von Fahrradboxen an den weiteren Bahnhaltepunkten im Umland sowie zukünftig in Rendsburg.

Vorbild kann der "Umsteiger" in Kiel sein. Aber auch der Blick nach NRW kann helfen, wo in Städten vom Format Rendsburgs ebenso über Beschäftigungsgesellschaften Fahrradstationen betrieben werden.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 25. März 2015 um 12:08 Uhr
 
TOP: Zügige Korrektur falscher Baustellenbeschilderung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Torben Frank   
Mittwoch, den 19. März 2014 um 13:18 Uhr

(TF) Was soll das? Das war die Frage, die sich manchem Radfahrenden stellte, der in der Eckernförder Straße unterwegs war. An einer Baustelle verbietet seit ein paar Tagen Zeichen 254 StVO "Verbot für Radfahrer" den Radvverkehr in der Eckernförder Straße zwischen der Kreuzung mit Gerhardstraße und Flensburger Straße bis zur Einmündung der Vinzierstraße.

Bausttenbeschilderung Eckernförder Straße RD

Offensichtlich soll der bisherige Radweg für den Radverkehr gesperrt werden, um hilfsweise als Gehweg zu dienen. Es handelt sich um eine temporäre Beschilderung für die Dauer der Baustelle. Offensichtlich hat die Bauleitung willkürlich Verkehrszeichen aufgestellt, ohne sich der Bedeutung bewußt zu sein.
Eine Nachfrage beim "Fachdienst III/6 - Ordnung und Verkehr" der Stadtverwaltung, welcher in Rendsburg als Straßenverkehrsbehörde fungiert, gibt Gewissheit. Das weittragende Zeichen 254 war für die Baustelle nicht angeordnet worden. Zeichen 239 sollte darauf hinweisen, daß Radfahrende vom Radweg ausgesperrt sind und der Radweg vorübergehend ein Fußweg ist. Die Bauleitung muß das ändern.

Radfahrende müssen hier nun auf der Fahrbahn fahren, wo sie ohnehin am sichersten unterwegs sind. Wer schiebt, muß es angesichts des schmalen provisorischen Gehweges unter Umständen nach § 25 II StVO am rechten Rand der Fahrbahn machen.
Ob sich die Auffahrt auf das kurze Stück Radweg zwischen Einmündung der Vinzierstraße und Büdelsdorf noch lohnt, muß jeder für sich selbst entscheiden. Theoretisch ist dort mit Zeichen 241 noch eine Benutzungspflicht angeordnet. Der Radweg entspricht aber nicht dem Stand der Technik. Auf Büdelsdorfer Seite in der westlichen Hollerstraße wurde keine Radwegebenutzungspflicht angeordnet. Dort fährt der Radverkehr regulär auf der Fahrbahn und darf wahlweise den gefährlichen Radweg nutzen.

In der Gegenrichtung auf Höhe der Einmündung der Vinzierstraße wirkt das Zeichen 254 ohnehin deplatziert. Die Benutzung des Radweges in Fahrtrichtung links ist ohnehin verboten. Mit einem Zeichen 239 StVO ist der Sinn aber erkennbar.

Blick von der Einmündung der Vinzierstraße

Vielen Dank der Stadtverwaltung für die schnelle Reaktion und Aufklärung!

Update:

Am Mittwochabend war die Beschilderung korrigiert.

 

korrigiertKorrigiert

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 22. März 2014 um 23:14 Uhr
 
«StartZurück12WeiterEnde»

Seite 1 von 2

© ADFC 2010