Rendsburg

Hier finden Sie Beispiele aus Rendsburg für gute oder schlechte Verkehrsraumgestaltung.



Flop: Grobes Kopfsteinpflaster in Neuwerk PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: TF   
Samstag, den 26. März 2016 um 13:16 Uhr

(TF) Im Rendsburger Stadtteil Neuwerk bereitet ein grobes Kopfsteinpflaster den Radfahrenden rund um den Paradeplatz Probleme. Ordnungswidrige Gehwegbenutzung ist die Folge. Insbesondere in der Kronprinzenstraße, welche die Achse der Fahrradstraßen vom Fußgängertunnel unter dem NOK bis in die Innenstadt verlängert, ist das grobe Kopfsteinpflaster eine Radverkehrsbeinderung.
Da, wo es bei uns sehr holprig ist, haben die Lübecker nach Verfüllung der Lücken sogar eine Fahrradstraße vor dem St.-Annen-Museum.

Verfülltes Kofsteinpflaster in Lübeck

 
Top: Bewachter Fahrradstand am Bahnhof PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: TF   
Freitag, den 31. Oktober 2014 um 11:50 Uhr

Aktueller Hinweis: Zum Jahreswechsel 2014/15 wurde der Betrieb eingestellt. Seit Februar betreibt die Brücke e.V. den Fahrradstand mit eingeschränkten Öffnungszeiten. Die Stadtverwaltung bemüht sich um eine langfristige Lösung.

Am Rendsburger Bahnhof gibt es abseits des Haupteinganges am Ende des Taxistreifens ein unscheinbares Gebäude und einen Bauzaun. Dort betreibt die RABS eine Fahrradstation in Form eines Bewachten Fahrradstandes. Zum Service gehören auch ein Fahrradverleih. Die Einrichtung einer Selbsthilfewerkstatt ist im Gespräch.
Gegen ein Entgelt können Pendler ihr Fahrrad dort sicher unterstellen. Das freundliche Personal kümmert sich die Unterbringung des Fahrrades an den nummerierten Stellplätzen sowie die Bewachung des Zuganges zu den Fahrrädern. Der Kunde erhält eine Abholkarte mit der seinem Fahrrad zugeordneten Nummer. Eine Abholung oder Abgabe ist leider nur während der Öffnungszeiten zwischen 5 und 20 Uhr möglich.
Die Preise sind sehr günstig. Eine Schülermonatskarte kostet 6,80 €. Ein Pendler gibt im Jahr weniger für die sichere Unterbringung als für Vandalismus-Schäden aus. Denn Fahrräder am Bahnhof werden gerne zusammengetreten oder geplündert. 

Bedauerlicherweise ist der Bestand dieser Einrichtung nicht gesichert. Während in anderen Städten moderne Fahrradparkhäuser an den Bahnhöfen entstehen, läuft Rendsburg Gefahr, diese sinnreiche Einrichtung zu verlieren. Seit Jahren muß das engagierte Personal eine Dixi-Toilette benutzen, weil das Geld für den Neubau eines Gebäudes mit Sanitäranlage nicht bereitsteht. Die Bahn hat die Bahnhofstoiletten vor geraumer Zeit permanent geschlossen.

Wünschenswert für die Zukunft wären:

  • Ein festes Gebäude als Fahrradstation mit Sanitäranlage. 
  • Eine Selbsthilfewerkstatt mit Beratung.
  • Fahrradboxen für den jederzeitigen Zugang.
  • Vermietung und Betreuung von Fahrradboxen an den weiteren Bahnhaltepunkten im Umland sowie zukünftig in Rendsburg.

Vorbild kann der "Umsteiger" in Kiel sein. Aber auch der Blick nach NRW kann helfen, wo in Städten vom Format Rendsburgs ebenso über Beschäftigungsgesellschaften Fahrradstationen betrieben werden.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 25. März 2015 um 12:08 Uhr
 
TOP: Zügige Korrektur falscher Baustellenbeschilderung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Torben Frank   
Mittwoch, den 19. März 2014 um 13:18 Uhr

(TF) Was soll das? Das war die Frage, die sich manchem Radfahrenden stellte, der in der Eckernförder Straße unterwegs war. An einer Baustelle verbietet seit ein paar Tagen Zeichen 254 StVO "Verbot für Radfahrer" den Radvverkehr in der Eckernförder Straße zwischen der Kreuzung mit Gerhardstraße und Flensburger Straße bis zur Einmündung der Vinzierstraße.

Bausttenbeschilderung Eckernförder Straße RD

Offensichtlich soll der bisherige Radweg für den Radverkehr gesperrt werden, um hilfsweise als Gehweg zu dienen. Es handelt sich um eine temporäre Beschilderung für die Dauer der Baustelle. Offensichtlich hat die Bauleitung willkürlich Verkehrszeichen aufgestellt, ohne sich der Bedeutung bewußt zu sein.
Eine Nachfrage beim "Fachdienst III/6 - Ordnung und Verkehr" der Stadtverwaltung, welcher in Rendsburg als Straßenverkehrsbehörde fungiert, gibt Gewissheit. Das weittragende Zeichen 254 war für die Baustelle nicht angeordnet worden. Zeichen 239 sollte darauf hinweisen, daß Radfahrende vom Radweg ausgesperrt sind und der Radweg vorübergehend ein Fußweg ist. Die Bauleitung muß das ändern.

Radfahrende müssen hier nun auf der Fahrbahn fahren, wo sie ohnehin am sichersten unterwegs sind. Wer schiebt, muß es angesichts des schmalen provisorischen Gehweges unter Umständen nach § 25 II StVO am rechten Rand der Fahrbahn machen.
Ob sich die Auffahrt auf das kurze Stück Radweg zwischen Einmündung der Vinzierstraße und Büdelsdorf noch lohnt, muß jeder für sich selbst entscheiden. Theoretisch ist dort mit Zeichen 241 noch eine Benutzungspflicht angeordnet. Der Radweg entspricht aber nicht dem Stand der Technik. Auf Büdelsdorfer Seite in der westlichen Hollerstraße wurde keine Radwegebenutzungspflicht angeordnet. Dort fährt der Radverkehr regulär auf der Fahrbahn und darf wahlweise den gefährlichen Radweg nutzen.

In der Gegenrichtung auf Höhe der Einmündung der Vinzierstraße wirkt das Zeichen 254 ohnehin deplatziert. Die Benutzung des Radweges in Fahrtrichtung links ist ohnehin verboten. Mit einem Zeichen 239 StVO ist der Sinn aber erkennbar.

Blick von der Einmündung der Vinzierstraße

Vielen Dank der Stadtverwaltung für die schnelle Reaktion und Aufklärung!

Update:

Am Mittwochabend war die Beschilderung korrigiert.

 

korrigiertKorrigiert

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 22. März 2014 um 23:14 Uhr
 
FLOP: Fahrbahnschwellen An der Obereider PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Torben Frank   
Dienstag, den 09. Juli 2013 um 16:25 Uhr

Der ADFC Rendsburg begrüßt, daß die illegalen Autorennen An der Obereider unterbunden werden. Jedoch ist die gewählte Maßnahme ungeeignet, da sie den Radverkehr behindert. An der Obereider verlaufen zwei Veloroute der Radwegenetzkarte der Stadt Rendsburg sowie ein Abschnitt der NOK-Route.

"Die Straße am Obereiderhafen ist eine stark frequentierte Radverkehrsroute. Sie wird
sowohl von Pendlern als auch Freizeitradlern und Radtouristen oft genutzt.
Insofern begrüßt die ADFC Aktivengruppe Rendsburg tendenziell die Unterbindung
von privaten Rennen im Hafengebiet "Obereider". Bei der nun gewählten Umsetzung
haben wir berechtigte Kritik:


1.Bei der baulichen Umsetzung wurden die Empfehlungen für Radverkehrsanlagen
(ERA2010) grob missachtet. Die Empfehlungen sehen eine freie Durchfahrts­
breite von 1,5m je Fahrtrichtung vor. Die vorhandene Durchfahrtsbreite beträgt
gerade einmal 50% dieses Wertes. (Kap. 11.1.10)

Mehrspurige Anhänger passen nicht hindurch.














2.Die Durchfahrt von Kehrmaschinen und Fahrzeugen des Winterdienstes ist nicht,
wie in der ERA gefordert, möglich. Wir haben berechtigte Zweifel, dass im Durch­
fahrtsbereich ein vernünftiger Winterdienst stattfinden wird. Des Weiteren wird die
Straße zukünftig bei Schnee nicht mit "tiefem Schild" geräumt werden können, da
die Lage der Schwellen für den Räumdienst nicht erkennbar ist. Die Folge ist,
dass es zu Eis- und Spurrinnenbildung kommt, die für Radfahrer sehr gefährlich
ist. In den letzten Wintern wurde dieser Abschnitt mit großen Fahrzeugen in
kurzer Zeit nahezu auf ganzer Breite vom Schnee geräumt.


3.Die Gestaltung der Schwellen stellt besonders für behinderte Mitbürger, die mit
einem mehrspurigen Fahrrad oder Elektromobil diese Strecke passieren möchten,
eine unangemessene Benachteiligung dar.


4.Mitbürger, die ihre kleinen Kinder oder ihre Einkäufe mit einem Fahrradanhänger
transportieren, werden ebenfalls durch die zu schmalen Durchfahrten unnötig
behindert. Zur Anschauung habe wir ein Foto in der Anlage beigefügt.


5.Auch für Radtouristen ist diese Strecke nicht attraktiv, da sie auf der ruhigen
Nebenstrecke gezwungen werden, einzeln hintereinander zu fahren. Wer bereits
touristische Fahrradrouten in anderen Bundesländern befahren hat, hat
beobachtet, dass es deutlich komfortabler angelegte Routen durch die Städte
gibt.

6.Unsere Beobachtungen an den ersten Tagen nach der Montage der Schwellen
haben gezeigt,  dass ein Teil  der Radfahrer und Mopedfahrer die Schwellen auf
dem Fußweg  am Fuße  des  Bahndammes  umfahren.  Dabei  werden  die  dort
gehenden Fußgänger gefährdet.

Besonders enttäuscht sind wir von der Tatsache, das unsere Hilfe zu einer radver­kehrsfreundlichen  Umsetzung  der  "Rennbarrikaden"  nicht  angenommen  wurde
sondern "Fakten geschaffen"  wurden.  Wir  sind uns sicher,  dass wir  zu einer  ein­
vernehmlichen Lösung gefunden hätten ohne die Radfreundlichkeit schon wieder zu
reduzieren. Auch wird sich der Negativrekord für Radfahrerunfälle in der Schleswig-Holsteiner
Unfallstatistik  mit  solchen  potentiell  gefährlichen  Einbauten  nicht
verbessern.
Der Unfallbericht der Landespolizei Schleswig-Holstein für 2012 zeigt eindeutig, dass
das Unfallrisiko für Radfahrer in der Stadt  Rendsburg deutlich höher ist als in der
Landeshauptstadt  Kiel  (Seite 23 ff.).  Dabei  spielt  sicherlich die in Kiel  praktizierte
deutlich stärkere Berücksichtigung des Radverkehrs bei  der  baulichen Gestaltung
von Straßen und Wegen eine wichtige Rolle. Vergleichen wir die Breite der Radwege,
die Gestaltung der Kreuzungen mit eigenen Radspuren und Radaufstellflächen mit
den Gegebenheiten in Rendsburg, so wird der Unterschied sehr deutlich. Auch das in
Rendsburg praktizierte und freigegebene Radeln auf  den Linksseitigen Radwegen
stellt ein hohes Unfallrisiko dar. Diese Unfallursache wird in der Kategorie „Falsche
Fahrbahn“ eingeordnet. (Seite 24)
Wir fordern daher die Stadt erneut auf, eine radfreundliche Lösung vorzusehen und
bieten wieder unsere Hilfe an." (Auszug aus der Stellungnahme des ADFC Rendsburg an die Stadtverwaltung)

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 29. Januar 2015 um 18:43 Uhr
 
Top: Abstellanlagen, Fahrradparken PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Torben Frank   
Sonntag, den 22. Juli 2012 um 20:53 Uhr

Das Parken des Fahrrads hat seine Tücken. Die klassische Felgenquetsche hat ausgedient. Sie gefährdet das Material, weil sie nur das Vorderrad hält. Schon leichtes Wackeln kann Schäden am Vorderrad verursachen. Das Anschließen des Fahrrad an den klassischen Fahrradständer erfordert ein langes Fahrradschloß, wenn auch der Rahmen gesichert werden soll.
An modernen Abstellanlagen ist es möglich, auch den Rahmen abzustützen und mit einem normal langen Schloß anzuschließen. Anbieter von Fahrradständern können ihre Modelle vom ADFC zertifizieren lassen. Neben der Technik des Ständers ist auch der Standort wichtig. Ein Fahrradparkplatz in einer dunklen Ecke begünstigt Fahrraddiebstahl oder Vandalismus.

In Rendsburg gibt es am Schiffbrücken-, Schloßplatz, am Neuen Rathaus sowie an der Nordmarkhalle akzeptable Anlehnbügel. Diese Gestelle halten das Fahrrad sicher und ermöglichen das sichere Anschließen des Fahrrads. Leider etwas versteckt am Alten Rathaus befindet sich ein moderner Fahrradständer, in den wie vormals das Vorderrad eingeschoben wird, was dort aber Halt findet, weil ein großer Metallbogen auch der Gabel Halt gibt. Rahmen und Vorderrad können angeschlossen werden. Ein Photo dieses Ständers ziert den Kopf dieser Internetpräsenz.

Hinter dem Alten Rathaus, Altstädter Markt

Gabel und Vorderrad werden abgestützt. Der Bogen der Stütze ermöglicht ein Anschließen des Rahmens. Diese Fahrradständer sind den Felgenkillern direkt auf dem Altstädter Markt vorzuziehen.


Fahrradparken hinter dem Alten Rathaus

Detailansicht

Schiffbrückenplatz und Schloßplatz

Anlehnbügel auf dem Schloß- und dem Schiffbrückenplatz ermöglichen innerhalb der Innenstadt das sichere Anschließen der Fahrräder.

Schiffbrückenplatz

Schloßplatz

Nordmarkhalle

Anlehnbügel ermöglichen das sichere Abstellen des muskelbetriebenen Fahrzeuges vor der Nordmarkhalle am Willy-Brandt-Platz. Leider stehen die Bügel ein wenig eng zusammen und sind auch etwas zu hoch.

alt

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 26. August 2015 um 11:54 Uhr
 


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