Büdelsdorf

Positive und negative Beispiele aus Büdelsdorf



TOP: Sackgassen, die keine sind, sichtbar gemacht PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: TF   
Freitag, den 06. Januar 2023 um 14:52 Uhr

Im Katalog der Straßenverkehrs-Ordnung gibt es seit einigenJahren das Verkehrszeichen 357-52, welches eine für Radverkehr durchlässige Sackgasse anzeigt. Vz. 3257-50 west für Fuss- und Radverkehr durchlässige Sackgassen aus. Das ist insbesondere für Ortsfremde oder für Menschen, dieansonsten nur Auto fahren, eine sehr gute Hilfestellung.. Es wird klar, wo es "Schleichwege" gibt. Das macht Radfahren attraktiver, denn gerade innerorts profitiert Radverkehr von Wegesystemen abseits der üblichen Hauptverkehrsstraßen. Die eigenständig geführten Radwege ermöglichen überhaupt erst das Phänomen, dass Radfahren innerorts mit dem Automobil zeitlich mithalten kann.

Die Stadt Büdelsdorf, zuständig ist die Straßenverkehrsbehörde des Kreises Rendsburg-Eckernförde, scheint als erste Kommune im Raum Rendsburg dieses Verkehrszeichen flächendeckend einzusetzen. Auf Alltagsfahren und Radtouren fällt auf, dass die Durchlässigkeit aller Orten angezeigt wird. Das ist zwar Umsetzung verbindlichen Rechts, aber in schleswig-holsteinischen Kommunen dennoch keine Selbstverständlichkeit. Auch als Anreiz mehr zu tun, oder auch als Erinnerung an andere Kommunen gibt es ein TOP dafür.

Durchlässige Sackgasse, II. Rickerter Weg, Büdelsdorf

 
TOP: "LIDL-Kreuzung" Einmündungsbereich Konrad-Adenauer-Straße PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: TF   
Samstag, den 31. Dezember 2022 um 15:48 Uhr

Die "LIDL-Kreuzung" in Büdelsdorf (Markiert in Openstreetmap.og) muss zweigeteilt werden, denn sie beinhaltet TOPs und FLOPs. Es wäre unfair gegenüber dem Planungsbureau, welches ursprünglich eine Planung nach Stand der Technik vorgelegt hatte, wenn positive Aspekte nicht gesondert hervorgehoben würde. Bedauerlicheweise hatten beteiligte Kräfte von LBV SH, Landespolizei und durch Passivität der Verwaltung sowie unkritischer Haltung der Kommunalvertretung auch die Stadt Büdelsdorf dafür gesorgt, dass in der Gesamtsumme Murks entstand.

Nun der TOP. Wer in Kiel oder anderen Kfahrradfreundlichen Kommunen Fahrrad fährt, kennt das schon. Es gibt Aufstellflächen für den Radverkehr, eigene Abbiegespuren. Das ist eigentlich auch Stand der Technik.
In der Konrad-Adenauer Straße, welche ein Wohngebiet erschließt und eine Filiale eines Discounters ihren Sitz hat, wird der Radverkehr im Mischverkehr auf der Fahrbahn geführt. Durchgangsverkehr gibt es außer Radverkehr oder den Linienbus keinen, weil modale Filter das verunmöglichen. Außer Anlieferung oder den stündlichen Linienbus gibt es keinen Schwerlastverkehr. Daher ist eigentlich auch eine "Angstweiche" unproblematisch. Es wurden im Einmündungsbereich ein Radfahrstreifen für Rechtsabbieger sowie ein Streifen für Linksabbieger und Geradeausverkehr links des rechtsabbiegenden Kfz-Verkehrs geschaffen. Das ermöglicht komfortables Radfahren.

Geradeaus-Linksabbiegespur der Konrad-Adenauer-Straße in Büdelsdorf

Das Bild zeigt die Aufstellfläche für den Radverkehr in der Konrad-Adenauer-Straße, der geradeaus in Zum Born fahren oder in Richtung Eckernförde abbiegen will. Negativ ist hierbei, dass für den Blick zum Lichtzeichen ein Verrenken des Halses notwendig wird. Außerdem ist das Geradeausfahren leider nicht regelkonform möglich. Außerdem fehlt es auf der gegenüberliegenden Seite an Raum zum sicheren Einbiegen, weil der gemeinsame Fuss- und Radweg der Ortsdurchfahrt der B 203 deutlich unterdimensioniert ist. Der Bestand war bei der Neugestaltung leider ncht angefasst worden.

Das Geradeausfahren zu Zum Born fällt schwer. Denn es ist ein Auffahren auf den unzumutbar schmalen gemeinsamen Fuss- und Radweg nötig, dann ein Schwenken nach Rechts, also Geisterradfahren, um dann bei schlechten Sichtbeziehungen nach Links abzubiegen. Die ursprüngliche Planung sah eine Einbindung von Zum Born in das Kreuzungssystem vor, wie es nach Stand der Technik üblich ist. Nach Zeugenaussage verhinderten LBV SH und der Vertreter der Landespolizei die zeitgemäße Planung. Sobald die Straßenverkehrsbehörde des Kreises wie angekündigt Bundesrecht durchsetzt, wird ein Geradeausfahren unmöglich, weil das Geisterradfahren verboten ist. In der Rechtsfolge der Verschwenkung wird also ein beliebter Weg in Richtung Gewerbegebiet und Borgstedt für Radfahrende aus der Konrad-Adenauer-Straße unnutzbar. Bedauerlicherweise sind sich viele Entscheider nicht bewußt, welche Folgen ihre Wünsche und Entscheidungen haben, weil das nötige Hintergrundwissen fehlt. Würde die Auffahrt weiter nach Rechts versetzt, gäbe es dieses Problem nicht. Verantwortlich für die unbefriedigende Situation sind nach unserer Kenntnislage LBV SH Niederlassung Rendsburg sowie die Polizeidirektion Neumünster vertreten durch Kraack.

 
FLOP: Ampelschaltung bremst Radverkehr (Hollerstraße/Konrad-Adenauer-Straße) aus. PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: TF   
Freitag, den 30. Dezember 2022 um 16:59 Uhr

Die "LIDL-Kreuzung" in Büdelsdorf (Markiert in Openstreetmap.og) muss zweigeteilt werden, denn sie beinhaltet TOPs und FLOPs. Es wäre unfair gegenüber dem Planungsbureau, welches ursprünglich eine Planung nach Stand der Technik vorgelegt hatte, wenn positive Aspekte nicht gesondert hervorgehoben würde. Bedauerlicheweise hatten beteiligte Kräfte von LBV SH, Landespolizei und durch Passivität der Verwaltung sowie unkritischer Haltung der Kommunalvertretung auch die Stadt Büdelsdorf dafür gesorgt, dass in der Gesamtsumme Murks entstand. Insbesondere wurde im Nachgang für Rechtsunsicherheit durch eine zusätzliche Fahrradampel gesorgt.

Als die Pläne vorlagen, jubelten sachkundige Fahrradaktivisten, weil mal etwas Gutes zu entstehen schien. Verantwortlich für die unbefriedigende Situation des Endergebnisses sind nach unserer Kenntnislage LBV SH Niederlassung Rendsburg sowie Kraack von der Polizeidirektion Neumünster.

Wenn Radfahrende aus Zum Born oder über die Hollerstraße aus Ortsmitte kommen, sollen sie die zur Fussverkehrsampel. Diese hat eine kombinierte Streuscheibe, was für gemeinsame Fuss- und Radwege durchaus zulässig sein kann, wenn denn ein gemeinsamer Fuss- und Radweg überhaupt an dieser Stelle zulässig wäre. Dadurch quert der Radverkehr einige Meter von der Einmündung der Konrad-Adenauer Straße versetzt die Fahrbahn der Hollerstraße. In der Konrad-Adenauer-Straße wird der Radverkehr im Mischverkehr auf der Fahrbahn geführt. Zum Queren der Fahrbahn ist es also nötig, die Furt zu verlassen oder einen Schlenker zu fahren, die Radverkehrsführung ist undurchdacht. Dabei sollten Leser im Hinterkopf behalten, dass es politischer Wille ist, ökologisch nachhaltige Verkehrsarten wie den Radverkehr zu fördern. Der Klimaschutz hat Verfassungsrang, die Mobilitätswende ist ein Baustein des Klimaschutzes. Formell wird also die Förderung des Radverkehrs proklamiert, in der Praxis wird der Radverkehr ausgebremst und benachteiligt.

Nach Fertigstellung der Kreuzung gerieten regelkonform Radfahrende in Konflikt mit Linksabbiegern aus Stadtmitte, weil beide gleichzeitig Grün hatten. Aggressive Automobilisten drängten ebenso in die Konrad-Adenauer-Straße einbiegende, darunter aus Zum Born streng genommen geradeaus Radfahrende ab. Unsichere Radfahrende fahren bis heute verbotswidrig auf dem Gehweg der Konrad-Adenauer-Straße weiter, um später auf die Fahrbahn zu wechseln.
Dieser Konflikt wäre durch eine konfliktfreie Ampelschaltung und eine vernünftige, zeitgemäße Radverkehrsführung vermeidbar gewesen. Eine eigene Fahrradampel auf Höhe von Zum Born hätte das gelöst. Das war aber seitens LBV SH und Vertreter der Landespolizei nicht gewünscht.

Es wurde später alles verschlimmbessert. Plötzlich tauchte links der Fussverkehrsampel eine Fahrradampel auf. Eine Interpretationsmöglichkeit ist, dass Radfahrende erst die Hollerstraße queren, sich dann auf dem Radfahrstreifen aufstellen und auf Grün warten sollen, um nach Rechts in die Konrad-Adenauer-Straße einzufahren.Wer auch uimmer das entschieden hat, hat keinerlei Ahnung von Verkehrrsrecht. Es ist Ausdruck von Mißachtung der Rechte des Radverkehrs, der offen diskriminiert wird, weil die Entscheider Bundesrecht nicht anerkennen.

Aus Zum Born kommend läßt sich die Diskriminierung schlecht umfahren. Die Gelehrten streiten sich, ob eine Haltelinie in Fahrtrichtung quer überhaupt zwingend eine Wartepflicht auferlegt. Daher entsteht Rechtsunsicherheit.
Wer aus Richtung Stadtmitte kommt, kann ohnehin an der letzten zumutbaren Abfahrt unter Berücksichtigung der Regeln beim Spurwechsel auf die Fahrbahn wechseln und sich zum Direkten Linksabbiegen nach § 9 StVO einordnen. Es wird einfach empfohlen, sich ab der Memelstraße einzuordnen und bei der geringen Reisegeschwindigkeit der Kraftfahrzeuge die wenigen Meter bis zur Abbiegespur mitzschwimmen. Eine Radverkehrsführung im Sinne des § 9 II StVO, die ein Indirektes Linksabbiegen erzwingt, gibt es hier nicht. Die Anordnung wäre angesichts einer fehlenden über das normale Maß hinausgehenden Gefahrenlagen sowie angesichts der ungeeigneten Infrastrukur auch unzulässig. Was hier auch berücksichtigt werden muss, dass die Anordnung der Radwegebenutzungspflicht auf dem ungeeigneten Straßentel sehr schweren Ermessensfehlern unterliegt, also nichtig ist. Doppelte Ampel der LIDL-Kreuzung

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 31. Dezember 2022 um 16:38 Uhr
 
TOP: Beliebte Radverkehrsverbindung bekommt Abfahrt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: TF   
Freitag, den 30. Dezember 2022 um 13:56 Uhr

Zwischen Wilhelmstraße und Weichselstraße in Büdelsdorf befindet sich ein eigenständig geführter gemeinsamer Fuss- und Radweg, welcher sich hervorragend eignet, um den problematischen Bereich vor der Ladenzeile mit Traditionsbäckerei in der Hollerstraße zu umfahren. Ab Am Friedrichsbrunnen über diesen Weg, Berliner Straße und Samlandstraße bis zur Memelstraße läßt sich ein großer Abschnitt der unzumutbaren Radwege der Ortsdurchfahrt der B 203 meiden, indem dieses Wegesystem genutzt wird.
Bis etwa 2019 endetete der eigenständig geführte gemeinsame Fuss- und Radweg in der Wilhelmstraße (Markierung bei Openstreetmap.org) an einem Parkplatz, die Abfahrt unglücklich über eine schmale Sperrfläche. Mit einer, wennauch etwas schmalen Abfahrt auf die Fahrbahn ist nun der Weg auch mit Gespannen oder Spezialfahrrädern nutzbar.

Vor dieser Umgestaltung fuhren vviele Radfahrende verbotswidrig auf dem Gehweg der Wilhelmstraße weiter. Nun fällt die Abfahrt auf die Fahrbahn bzw. die Auffahrt von der Fahrbahn der Wilhelmstraße leichter, um regelkonform und sicher radzufahren. Die Gefährdung des Fussverkehrs auf dem schmalen Gehweg durch verbotswidrig dort Radfahrende wird reduziert.

Abfahrt des Weges aus Richtung Weichsel- in Richtung Wilhelmstraße photographiert (TF)

 
TOP: Büdelsdorf entschärft Umlaufsperren PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: TF   
Donnerstag, den 15. September 2016 um 13:13 Uhr

Die Stadt Büdelsdorf hatte eine Übersicht ihrer Umlaufsperren entgegengenommen, welche der ADFC Rendsburg erstellt hatte. Zur Erfassung der Umlaufsperren waren ehrenamtliche Aktive der Ortsgruppe mit Maßband, Stift und Erfassungsbögen durch die Stadt gefahren. Der Verkehrspolitische Sprecher Christian Scherpe erstellte dann eine Übersicht, welche der Stadtverwaltung 2014 übergeben wurde. Anfang 2016 wurde dann Umlaufsperren entfernt oder wie am Drögenkamp entschärft.

Umlaufsperren sind gefährliche Einrichtungen, an denen häufig Alleinunfälle geschehen. Nicht nur Lastenräder oderGespanne haben mit ihen Probleme, sondern auch Rollstullfahrende oder zu Fuß Gehende mit Kinderwagen.
Entschärfte Umlaufsperre im Drögenkamp

 


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