Amt Hüttener Berge

Positive und Negative Beispiele aus dem Amt Hüttener Berge, z.B. Borgstedt



FLOP: Radweg oder Parkplatz? (K2 zwischen Bistensee und Holzbunge) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: TF   
Dienstag, den 24. Mai 2016 um 21:31 Uhr

An der K2 zwischen Bistensee und Holzbunge gibt es diese schizophrene Beschilderung. Vor ein paar Jahren wurde dort "zwecks Schulwegsicherung" ein gemischter Fuß- und Radweg gebaut. Damit der neue, ein wenig unterdimensionierte, aber ansonsten gute Radweg auch benutzt wird, wurde Zeichen 240 aufgestellt. Da dürfte die Überfüfung seitens der Straßenverkehrsbehörde des Kreises Rendsburg-Eckernförde noch ausstehen. Denn, wenn es vor Bau des Radweges keine nennenswerten Unfälle gab, läßt sich die Benutzungspflicht sicher nicht nach § 45 IX StVO rechtfertigen.
Gefährdet werden auf jeden Fall Radfahrende und auch zu Fuß Gehende an dem besagten Parkplatz. Denn er wird weiterhin - ordnungswidrig - mit Kraftfahrzeugen befahren und beparkt. Diese biegen durchaus auch recht schnell ein. Das Zeichen 240 "gemischter Fuß- und Radweg" verbietet jedoch das Befahren mit dem Kraftfahrzeugen. Das Verkehrszeichen 314 "Parkplatz" wird durch das nachfolgende Zeichen 240 "gemischter Fuß- und Radweg" aufgehoben.
Der Untergrund des ehemaligen Parkplatzes  wurde auch nicht erneuert. Schlaglöcher sind dort aber neben einbiegenden Kraftfahrzeugen nicht alleinige Gefahr. Es ist dunkel, die soziale Kontrolle fehlt. Die Lösung, den Radweg über den ehemaligen Parkplatz zu führen ist schlecht.
K2 zwischen Bistensee und Holzbunge -

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 24. Mai 2016 um 21:35 Uhr
 
Flop: Der vermeintliche "Radweg" zwischen Borgstedt und Sehestedt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Torben Frank   
Montag, den 24. September 2012 um 12:22 Uhr

Grün überwuchert den Sonderweg an der L 42 zwischen Borgstedt und Sehestedt, der Anfang 2011 "verbreitert" worden war. An den schmalen Gehweg hatte der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr ein Stückchen Asphalt anbringen lassen. "Der "neue"Radweg blüht auf" war im Mai 2011 ein Artikel in der Eckernförder Zeitung betitelt. Im Juli 2012 folgte dann die richtige Feststellung "Ein Radweg, der keiner ist" in der Schleswig-Holsteinischen Landeszeitung.

Für den Tourismus am Nord-Ostsee-Kanal wäre ein guter Radweg an der L 42 förderlich gewesen. Auf dem schlechten Gehweg dürfen nun Kinder bis zum 10. Lebensjahr fahren. Erforderlich gewesen wäre eine gute Oberfläche mit Mindestbreite 2 m (VwV-StVO zu § 2 Abs. 4 S. 2 Rn. 20). Da aber keine über das normale Maß hinausgehende Gefahrenlage auf der Fahrbahn besteht, darf  keine Radwegebenutzungspflicht angeordnet werden (§§ 39 u. 45 StVO, BVerwG 3 C 42.09), also kein Z. 240 für einen gemischten Fuß- und Radweg aufgestellt werden.
Z. 237, 240 und 241 StVO

Fahrradfahrer, die auf jener Strecke unterwegs sind, sollten auf der Fahrbahn radeln. Damit sie nicht trotz Gegenverkehr überholt werden, gesteht ihnen die Rechtsprechung die gesamte Spur zu. Der Fahrradfahrer soll 0,5 bis 1 m Sicherheitsabstand zum Fahrbahnrand wahren. Der ihn überholende muß einen Seitenabstand von mindestens 1,5 m zum Fahrradfahrer einhalten.
Als Alternative Route bietet sich der Treidelweg bis Lehmbek an. Nach einem kurzen Stückchen L 42 kann in Richtung Bünsdorf die K 2 genommen werden, was in Richtung Sehestedt aber ein erheblicher Umweg ist.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 25. März 2015 um 12:04 Uhr
 


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