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Hier berichten wir, wo und wie wir für Sie aktiv sind. Der letzte Besuch einer Verkehrsausschußsitzung gehört genauso dazu wie der Eindruck von der letzten Tour.



App zum Eintragen von Beinahe-Unfällen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: TF   
Sonntag, den 30. September 2018 um 12:04 Uhr

(TF) Radfahren ist nicht gefährlich, sondern das individuelle Verletzungsrisiko auf dem Fahrrad ist sogar niedriger als im Auto. Es kommt darauf an, wie radgefahren wird, wie die Radverkehrsinfrastruktur gestaltet ist und wie sich andere Verkehrsteilnehmer verhalten.
Wer, wie der Verkehrsrechtliche Sprecher unserer Ortsgruppe Torben Frank schlechte Radwege meidet und innerorts auf der Fahrbahn fährt, hat seltener Nah-Tod-Erlebnisse. Denn diese gibt es häufig an Einmündungen, wo radwegetypische Abbiegeunfälle drohen. Torben berichtet, daß er auf der Fahrbahn nur etwa zwei Mal im Jahr gefährlich eng, meist von älteren Fahrern überholt wird. Bei einer Frau habe das Smartphone noch mit leuchtendem Bildschirm auf dem Beifahrersitz gelegen, als er sie ansprach, nahdem sie wegen des Knalls an das Seitenfenster in eine Bushaltestelle gefahren war. Mindestens einmal wöchentlich fährt Torben die Hollerstraße (B 203) hinunter, auf dem mit Zeichen 241 versehenen Hochbordradweg. Bei der Radwegbenutzung der B 203 habe er regelmäßig an Einmündungen die Erfahrung, daß Kfz-Führer rücksichtslos blind abbiegen. Da war die Blondine, die Links zu REWE/Penny einbog, während er bei Grün ihr auf dem rechten Radweg entgegenfuhr. An der Einmündung Am Friedrichsbrunnen sind es vor allem die Rechtsabbieger, die einfach ohne Schulterblick die vorrangberechtigte Radfurt kreuzen. Geisterradler, die ihm auf dem 1,6 m schmalen Hochbordradweg entgegenkommen, seien ein weiteres Problem, ohne Unrechtsbewußtsein würden sie erwarten, daß er ordnungswidrig auf den Gehweg ausweiche. Beinahekollisionen sind häufig. Das Mindestmaß für Einrichtungsradwege mit geringem Radverkehrsaufkommen beträgt nach Stand der Technik 1,6 m plus Sicherheitsräume zur Fahrbahn und zum Gehweg (ERA 2010). Hier liege die Hauptursache für das Geisterradler-Aufkommen, aber nach Ansicht von Torben Frank aber im Versagen der Straßenverkehrsbehörde des Kreises Rendsburg-Eckernförde, welche die B 203 ermessensfehlerhaft auch in Fahrtrichtung links mit Zeichen 237 und 240 bestückt habe. Torben verweist auf die Randnummer 33 der rechtsverbindlichen Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zu § 2 Abs. 4 StVO sowie auf ein Schreiben aus dem Bundesverkehrsministeriums zu einem ähnlichen Fall.
"Wer sich den Unfallatlas des Statistischen Bundesamtes ansieht, erkennt, daß die Punkte von Unfällen mit Fahrradbeteiligung auch im Raum Rendsburg auf Höhe von Einmündungen und Ausfahrten liegen. Es darf angenommen werden, daß dort Radwegbenutzer oder Gehwegradler angefahren wurden", führt Torben Frank aus. Es seien die unzumutbaren Radverkehrsanlagen sowie die Rücksichtslosigkeit anderer Verkehrsteilnehmer, die zu den Unfällen oder Beinahe-Unfällen führen. Diese Unfälle werden häufig durch die vorausschauende Fahrweise der Fahrradfahrenden verhindert. Eine App, die Punkte sammelt, wo Konflikte entstehen, könne dazu beitragen, daß diese entschärft werden, bevor es wirklich zum Unfall komme. Derzeit werde von der Verwaltung nur an Unfallschwerpunkten ein Handlungsbedarf hineininterpretiert.


Tagesspigel online: App sammelt Nah-Tod-Erlebnisse von Radfahrern

 
Vorankündigung Fahrradklima-Test 2018 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: TF   
Donnerstag, den 05. April 2018 um 11:00 Uhr
(TF) Der ADFC-Fahrradklima-Test 2018 geht wieder an den Start: 
Vom 1. September bis 30. November 2018 findet die Befragung zum ADFC-Fahrradklima-Test statt.
Zum achten Mal können Radfahrerinnen und Radfahrer bewerten, wie fahrradfreundlich ihre Städte
oder Gemeinden sind. Vom 1. September bis zum 30. November 2018 können sie den Fragebogen
online ausfüllen auf www.fahrradklima-test.de.
 
2018 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: TF   
Sonntag, den 31. Dezember 2017 um 14:00 Uhr

(TF) Der ADFC Rendsburg wünscht sich für das neue Jahr eine sichere Radverkehrsinfrastruktur auch in Rendsburg, Büdelsdorf und Umlandgemeinden. 2017 war das Jahr, in dem ein Mensch in Rendsburg bei einem radwegetypischen Unfall durch einen rücksichtslos abbiegenden LKW-Fahrer getötet wurde.
Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer hat Vorrang vor der Leichtigkeit des Verkehrsflusses. Dafür muß nun einmal für gerechte Verteilung des Verkehrsraumes den Kraftfahrzeugen Raum genommen werden. Das kann auch bedeuten, daß eine Spur einer 2-spurigen Fahrbahn dem Radverkehr zugeschlagen werden kann und muß. Warum das keine negativen Folgen für Automobilität hat, führt der ADAC in seinem Beitrag aus.
Hast Du schon einmal versucht, schnell regelkonform vom Eiland zum Stadttheater zu kommen? Das Radfahren auf dem schmalen Gehweg unter der Brücke ist verboten. Streng ausgelegt darf dort noch nicht einmal das Fahrrad auf dem Gehweg geschoben werden, weil der Gehweg so schmal ist (vgl. § 25 II StVO). Regelkonform muß auf der Fahrbahn, der "Straße" gefahren werden. Das macht leider kaum jemand, weil die meisten Radfahrenden den Mischverkehr scheuen. Die Akzeptanz seitens motorisierter Verkehrsteilnehmer ist mangels Regelkenntnis auch nicht hoch; Hupen und Pöbeleien sind der Standard. Außerdem fehlt es an einer sicheren Einfädelungshilfe. Deshalb bedarf es dort einer angemessenen Radverkehrsführung. Das Geld für einen Umbau fehlt, also ist eine kostengünstige Lösung erforderlich. Das wiederum bedeutet, daß eine der beiden Spuren zur Radverkehrsanlage (Radspur) umgewidmet werden müßte. Das wäre nach Rechtslage möglich!ich und bedürfte nur neuer Fahrbahnmarkierungen, vielleicht als protected bike lane mit Abtrennungen.

Ein frohes neues Jahr 2018 und immer eine Handbreit Luft unter der Felge!
wünscht Dir  der ADFC Rendsburg.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 08. Februar 2018 um 02:57 Uhr
 
Park(ing) Day auch im Raum Rendsburg? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: TF   
Freitag, den 25. August 2017 um 07:57 Uhr

(TF) Gerechte Verteilung der Verkehrsflächen ist ein wichtiges Thema. Ein Automobil steht im Schnitt über 23 Stunden des Tages herum, meist auf öffentlichen Verkehrsflächen. Parkraum ist verlorener Lebensraum. Der dritte Freitag eines Monats ist der internationale Park(ing) Day. Dann werden für ein Weilchen Parkplätze zu Lebensraum.

Logo und Termin

Der Termin im Jahr 2017 ist der 15. September. In anderen Städten werden Parkuhren gefüttert, Teppiche ausgelegt, Pflanzen, Stühle und Tische oder sogar Sofas auf dem Parkplatz aufgestellt.
Für Rendsburg ist angedacht, eine Sondernutzungserlaubnis für eine Parkbucht an exponierter Stelle einzuholen. Wohin wir zu welcher Zeit wir am 15. September 2017 gehen, entscheiden wir nach dem stadtfest Rendsburger Herbst in einer Besprechung. Wir überlegen auch bei einem Getränk, wie wir dann den für wenige Stunden zurückgewonnenen Lebensraum ausgestalten.
Wie wäre es mit einem Grillfest in einer Parkbucht? Oder mit gemeinamem Kaffee- und Teetrinken?

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 02. Januar 2018 um 16:49 Uhr
 
AUFRUF zur Mitfahrt bei Critical Mass PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: TF   
Donnerstag, den 24. August 2017 um 17:58 Uhr

(TF) Der ADFC Rendsburg ruft die Radfahrerinnen und Radfahrer in Rendsburg, Büdelsdorf und Umgebung auf, sich am Freitag, 25. August 2017 an Critical Mass Rendsburg zu beteiligen. In Rendsburg kommt Critical Mass am letzten Freitag des Monats um 19 Uhr am Lornsen-Denkmal, Paradeplatz zusammen.

Critical Mass ist eine Protestform, welche international in den Städten am letzten Freitag eines Monats zusammenkommt, um für bessere Bedingungen für den Radverkehr zu protestieren.

CM Logo

In Kiel kommen rund 300 Radfahrende, in Hamburg bis zu 6.000 Radfahrende zusammen, um mit einer gemeinsamen Radttour durch die Stadt an ihre Rechte zu erinnern. Auch in Flensburg und Norderstedt fährt Critical Mass. Marode, im Nichts endende Radwege, schlecht geschaltete Ampeln und andere Ärgernisse wie zugeparkte Fahrradbügel vor Supermärkten oder das schlechte Verkehrsklima sind Grund genug, sich auf das Fahrrad zu setzen und das Critical Mass mitzubilden.

Critical Mass ist keine Demonstration. Es gibt keinen Veranstalter oder Organisator. Es wird im geschlossenen Verband nach § 27 StVO auf der "Straße" gefahren.
Karfreitag 2016 fuhr das erste Mal ein Critical Mass durch Rendsburg. Einige Aktive des ADFC Rendsburg fahren von Anfang an mit.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 31. August 2017 um 19:21 Uhr
 
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