ADFC Rendsburg - BLOG
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Hier berichten wir, wo und wie wir für Sie aktiv sind. Der letzte Besuch einer Verkehrsausschußsitzung gehört genauso dazu wie der Eindruck von der letzten Tour.



Saisonabschlußradtour PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: TF   
Freitag, den 23. Oktober 2015 um 10:56 Uhr

(TF) Gestern bedurfte es dreier Tische, um die in der Gruppe und individuell angereisten Teilnehmer der traditionellen Saisonabschluß-Radtour im König Ludwig in Bünsdorf aufzunehmen.  Beim Essen wurde über die Radtourenplanung für das kommende Jahr gesprochen. Uns erreichte leider auch die traurige Nachricht, daß eine regelmäßige Teilnehmerin unserer Radtouren und engagierte Aktive verstorben ist.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 23. Oktober 2015 um 11:36 Uhr
 
"region in bewegung" PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: TF   
Freitag, den 09. Oktober 2015 um 12:09 Uhr

Die Entwicklungsgesellschaft Rendsburg und der Kreis Rendsburg Eckernförde laden zu einer öffentlichen Veranstaltung zur Mobilität in der Region. Ab 17 Uhr gibt es im Kulturzentrum Hohes Arsenal in Rendsburg eine kleine Mobilitätsmesse mit Diskussionsrunde etc. Die Einladung liegt auch als PDF-Datei zum Download vor.

Rückseite der Einladung

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 17. Oktober 2015 um 03:46 Uhr
 
"Deutlich mehr Fahrradfahrer sterben im Straßenverkehr"? - Falsch! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: TF   
Mittwoch, den 30. September 2015 um 12:51 Uhr

(TF) Derzeit berichten Medien über eine Zunahme der Zahl der Radverkehrstoten. So titelt die Süddeutsche Zeitung: "Deutlich mehr Fahrradfahrer sterben im Straßenverkehr". Daß das nicht der Wahrheit entspricht, belegt eindrucksvoll Matthias Stark mit einem Beitrag in der Facebook-Gruppe ADFC Allgemeiner Deutscher Fahrradclub e.V.

Absoluter Blödsinn! Hier die offiziellen Zahlen von dem statistischen Bundesamt (1): 2004: 5'842 getötete Verkehrsteilnehmer, davon 475 Radfahrer; 2014: 3'377 getötete Verkehrsteilnehmer, davon 396 Radfahrer. Das ist ein Rückgang in absoluten Zahlen von fast 17% und keine Zunahme wie im Titel behauptet! Der Radverkehr ist von 2002 - 2008 um 17% angewachsen (2). Da das Bundesministerium für Verkehr keine aktuelleren Zahlen veröffentlicht, kann man davon ausgehen dass die Wachstumsrate mindestens bei 2.8% pro Jahr geblieben ist. Das bedeutet für den erwähnten Zeitraum eine Radverkehrszunahme von 28%. Mehr Radfahrer und weniger Getötete bedeutet dass das individuelle Risiko pro Strecke markant gesunken ist (-35%).Was paradox klingt ist bei näherer Betrachtung einleuchtend, bei 74,3% der Fahrradunfälle ist ein PKW der Unfallgegner und wiederum bei 75,3% der Unfälle ist der Autofahrer der Unfallverursacher (3), laut GDV sogar bei 90% (4). Es ist erwiesen dass Autofahrer an Orten an denen sie öfter auf Radfahrer treffen vorsichtiger fahren. Bei steigendem Radverkehr nimmt also die Gefahr durch unvorsichtige Autofahrer getötet zu werden stark ab.Zurück zu der Behauptung dass der Anteil der Radfahrer unter den Toten im Straßenverkehr um 50 Prozent gestiegen ist. Was so dramatisch klingt liegt eben nicht daran dass Radfahren so viel gefährlicher geworden ist, sondern vielmehr daran, dass die Zahl aller im Strassenverkehr Getöteten in den letzten 10 Jahren so stark gesunken ist.Leider hat die Wirtschaft verständlicherweise kein Interesse an Radfahrern. Da aber die deutsche Politik und die Medien von der Autoindustrie finanziert werden, wird auch weiterhin alles unternommen werden um die Bürger vom Radfahren abzuhalten. So werden Radfahrer auf dem grössten deutschen Nachrichtenportal schon mal als „rollende Bomben“ bezeichnet oder Radfahren mit Ebola verglichen (5).Ich denke wenn die Medien schon so dreist wirtschaftliche Interessen vertreten dann sollten sie dafür auch bezahlen. Das grösste Kapital das sie besitzen ist das Vertrauen ihrer Leser. Daher sollten wir genau hier ansetzen und ähnliche Artikel kritisch hinterfragen.
(1)https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/TransportVerkehr/Verkehrsunfaelle/VerkehrsunfaelleZeitreihenPDF_5462403.pdf?__blob=publicationFile (2)http://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Anlage/VerkehrUndMobilitaet/Fahrrad/radverkehr-in-zahlen.pdf?__blob=publicationFile
(3)https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/TransportVerkehr/Verkehrsunfaelle/UnfaelleZweirad5462408137004.pdf?__blob=publicationFile
(4)http://www.gdv.de/2013/08/fahrradunfaelle-sind-haeufig-schwer-und-oft-vermeidbar-abbiegende-pkw-besondere-gefahr/
(5)http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/wir-brauchen-ein-moratorium-zwischen-ps-und-pedalfahrern-a-1050860.html

Eine Gesamtübersicht der absoluten Zahl der getöteten Radfahrer im Erfassungsbereich gibt es auch. Die Zahlen stammen aus dem Nationalen Radverkehrsplan. Die Zahl der Toten nimmt beständig ab. Nur gab es 2014 einen Ausbrecher nach Unten. Einige Ausbrecher sind wetterbedingt, z.B. durch lange Winter zu erklären.

Jahr
Zahl der Unfalltoten Radfahrenden
2005
575
2007
425

2008

456
2009
462
2010
381
2011
399
2012
406
2013
354
2014
396


Als Fazit lkann gezogen werden, daß das individuelle Risiko mit dem Fahrrad bei einem Unfall getötet zu werden in den letzten 10 Jahren deutlich gesunken ist.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 09. Oktober 2015 um 11:32 Uhr
 
Verhalten an Kanalfähren PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: TF   
Mittwoch, den 29. Juli 2015 um 10:15 Uhr

Die Schleswig-Holsteinische Landeszeitung hat im Sommerloch einen Fährenknigge zusammengestellt. Dabei beschränkt sie sich auf das Verhalten von Kfz-Führenden. Ich nehme das mal zum Anlaß, die Situation für den Radverkehr zu beleuchten.

Interessant ist die Verkehrszeichenkombination an den Fähranlägern. Zeichen 240 ordnet plötzlich einen gemischten Fuß- und Radweg an, zum Teil ohne zumutbare Auffahrt. Damit sollen wohl motorisierter und nichtmotorisierter Fahrzeugverkehr an Bord entmischt werden. Die Fläche ist jedoch an Bord sehr schmal. Absurderweise wurde das Zusatzzeichen "Radfahrer absteigen" aufgehängt. Dieses hebt das Zeichen 240 auf. Somit müßte der Radverkehr wiederum auf die reguläre Fahrbahn, also an Deck zwischen die Kfz.
Wer auch immer für die Verkehrszeichenkombination verantwortlich ist, hat nicht für Klarheit gesorgt, sondern für Verwirrung. Das kann im Falle eines Unfalles zu einer äußerst interessanten Diskussion führen. Zumal nach § 25 II StVO Fahrzeuge auf der Fahrbahn geschoben werden müssen, wenn andere zu Fuß Gehende im Fußgängerbereich behindert würden. Fahrräder sind gleichberechtigte Fahrzeuge, auch wenn das in vielen Köpfen noch nicht angekommen ist.
Z240+Zz


Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 29. Juli 2015 um 10:20 Uhr
 
Helm? Oder nicht doch lieber eine bessere Verkehrsinfrastruktur? PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: TF   
Freitag, den 10. Juli 2015 um 10:24 Uhr

(TF) Helm? Oder nicht doch lieber eine bessere Verkehrsinfrastruktur? Der Verordnungsgeber fordert schon längst eine bessere Radverkehrsinfrastrktur. Seit 2009 verweist die Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung auf die Empfehlungen für Radverkehrsanlagen, welche den Stand der Technik wiedergeben. Aber auch in unserer Region werden die ERA 2010 nicht beachtet. De notwendige Raum müßte dem Kfz-Verkehr abgeknapst werden. Dazu fehlt den Entscheidern der Mut. Dieses Versäumnis hat Unfälle zur Folge, die vermeidbar wären. Durch angeordnete Radwegebenutzungspflichten wird versucht, den Radverkehr auch noch auf die neuen unzumutbaren Radwege zu zwingen. Gute Radwege bräuchten keine Benutzungspflicht!

Dieser Artikel zeigt anläßlich der Helm-Kampagne aus dem Dobrindt-Hause Bilder aus den Niederlanden. Dort liegt die Helmtragequote bei 0,5 %. Das Unfallrisiko pro gefahrenen Kilometer ist für Radfahrende in den Niederlanden 2,5 mal niedriger als in Deutschland.
https://anderebmv.wordpress.com/2015/07/09/infrastruktur-vs-helme/


Kieler Straße Rendsburg


Wenn, wie im Beispiel der Kieler Straße der Hochbordradweg zu schmal ist, darf eigentlich keine Benutzungspflicht angeordnet sein. Der Verordnungsgeber gibt in der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift klar die Mindeststandards vor. Der Gehweg muß ausreichend breit sein (1,8 m nach EFA) und baulich klar mit einem 25 cm breiten Streifen (vgl. auch DIN 32984) vom Radweg getrennt werden, um Konflikte zwischen zu Fuß Gehenden und Radverkehr zu verhindern. Der Radweg muß als Einrichtungsradweg mindestens 1,8 m breit sein (ERA 2010), um ein gefahrloses Überholen von Radfahrenden untereinander zu ermöglichen. Zur Fahrbahn hin ist ein Sicherheitsraum vorgeschrieben. Dieser muß zum Parkseitenstreifen hin noch breiter sein (ERA 2010). Ist so etwas baulich nicht zu realisieren, kommen Radfahrstreifen oder Schutzstreifen ins Spiel. Reicht die Breite der Fahrbahn dafür nicht aus, ist der Mischverkehr auf der Fahrbahn vorgesehen. Der baulich vorhandene Radwg bleibt bei Mischverkehrsführung oder Schaffung von Schutzstreifen ein Radweg mit Benutzungsrecht. Da Radfahrstreifen benutzungspflichtig sind, kann der Hochbordradweg in jenem Gestaltungsfalle dem Fußverkehr zugeschlagen werden.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 10. Juli 2015 um 10:40 Uhr
 
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