BLOG

Hier berichten wir, wo und wie wir für Sie aktiv sind. Der letzte Besuch einer Verkehrsausschußsitzung gehört genauso dazu wie der Eindruck von der letzten Tour.



NDR-Landpartie: Eckernförde PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: TF   
Dienstag, den 02. September 2014 um 12:13 Uhr

Wolfgang Kromat vom ADFC Eckernförde war neulich Begleiter bei der Landpartie des NDR. So gibt es Bilder aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde. Den Link zur Mediathek des NDR gibt es unter folgendem Link:

http://www.pettmansuelm.de/artikel/items/web-tv-tipp-landpartie-eckernfoerde.html 

 
Familienradtouren unter Umständen anmeldepflichtig PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: TF   
Samstag, den 23. August 2014 um 16:44 Uhr

(TF) Das schleswig-holsteinische Verkehrsministerium legt, wie berichtet, die Anmeldepflicht für Radtouren an Land- oder Bundesstraßen nach § 29 StVO sehr eng aus. Auf Anfrage eines Landtagsabgeordneten hin wurde bestätigt, daß auch Familienradtouren anmeldepflichtig sind. Somit sind spontane Radtouren am Wochenende schwer möglich.
Was bedeutet das für unsere Region? Für einige Radtouren südlich des Kanals ist es unvermeidlich, ein Stückchen auf der Bokelholmer Chaussee (L255) zu fahren. Am Nord-Ostsee-Kanal selbst wird die Radtour über Borgstedt nach Sehestedterschwert. Denn hinter Lehmbek werden Fahrradtouristen auf die L42 geführt, also auf eine Landstraße. Beide Straßen bieten keinen Radweg, an der L42 zumindest keinen benutzungspflichtigen.
Gerade bezüglich der L42 zwischen Borgstedt und Sehestedt müssen wir hinterfragen, ob das Verkehrsministerium den Fahrradtourismus am Nord-Ostsee-Kanal unterbinden will. Denn die offizielle NOK-Route verläuft ein Stückchen auf dieser Straße.
Ein Radweg ist übrigens Teil einer Straße. Der populär als "Straße" bezeichnete Straßenteil heißt verkehrsrechtlich Fahrbahn. Eine "übermäßige Straßenbenutzung" fällt somit auch bei Radwegebenutzung an.

Das bei Hochzeitsgesellschaften beliebte Fahren mit dem hupenden PKW-Konvoi muß nun in Schleswig-Holstein unterbunden werden, wenn keine Anmeldung vorliegt. So ist es nach § 29 II 2 StVO generell anmeldepflichtig, im Verband mit PKWs zu fahren. Das betrifft also nicht nur Land- oder Bundesstraßen. Da bleibt die Frage, ob oder wie das Landesverkehrsministerium die deutlichere Anmeldepflicht für Kraftfahrzeugverbände umsetzen will. Oder wird in Schleswig-Holstein mit zweierlei Maß gemessen? Das macht die Absurdität der Rechtsauslegung des Landesverkehrsministeriums noch einmal deutlicher.

http://www.shz.de/schleswig-holstein/panorama/auch-familien-muessen-fahrradtouren-anmelden-id7480846.html

Weiterführende Lektüre

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 17. September 2014 um 12:45 Uhr
 
Deutschlandfunk titelt "Radwegpflicht war gestern" PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: TF   
Dienstag, den 19. August 2014 um 12:39 Uhr

(TF) Ich sage: "Die Radwegpflicht war vorvorgestern". Denn die 1976 eingeführte allgemeine Radwegebutzungspflicht wurde 1997 aus der Straßenverkehrsordnung gestrichen, weil sie nachweislich zu Verletzten und Toten geführt hatte. Ausnahmsweise dürfen die Straßenverkehrsbehörden aber noch Benutzungspflichten anordnen. Die blauen runden Gebotszeichen mit weißem Fahrradpiktogramm ordnen eine solche Radwegebenutzungspflicht an.  2010 kam dann das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes, welches feststellte, daß eine solche Radwegebenutzungspflicht nicht willkürlich angeordnet werden dürfe. Der § 45 StVO läßt generell nur Verkehrsbeschränkungen durch die Straßenverkehrsbehörde zu, wenn diese begründet sind. Im Falle des Radweges darf eine Radwegebenutzungspflicht nur angeordnet werden, wenn das Radfahren auf der Fahrbahn ausnahmsweise gefährlicher ist als auf dem Radweg. Das setzt aber voraus, daß der Radweg dem Stand der Technik entspricht. Dieser Stand der Ter Technik ist Ergebnis der Unfallforschung und in den Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA 2010) niedergeschrieben. Auf diese ERA verweist die Verwaltungsvorschrift zu § 2 Abs. IV S. 2 StVO in Randnummer 13. Das Verwaltungsgericht Gießen kassierte eine Radwegebenutzungspflicht an einer Ortsdurchfahrt einer Bundesstraße, weil der neue Radweg nicht dem Stand der Technik entspricht. 
Aber selbst wenn der Radweg dem Stand der Technik entspricht, darf die Radwegebenutzungspflicht nicht angeordnet werden, wenn keine über das normale Maß hinausgehende Gefahrenlage auf der Fahrbahn besteht, wie es im vor dem Bundesverwaltungsgericht verhandelten Fall der Fall war.

Während Befürworter von Radwegebenutzungspflichten, Radfahrende zur Selbstgefährdung zwingen wollen, lassen die Gegner der Radwegebenutzungspflicht den Radfahrenden die Wahl. Radfahrende müssen auf der Fahrbahn fahren, dürfen aber auch baulich vorhandene Radwege benutzen. Es besteht also die Wahl zwischen objektiver Sicherheit auf der Fahrbahn und subjektivem Sicherheitsempfinden auf dem Radweg. Ein Beispiel aus der Region ist die westliche Hollerstraße in Büdelsdorf.
Baulich vorhandene Radwege sind Radwege mit Benutzungsrecht. Das steht in § 2 IV StVO. Es gelten die Benutzungsverbote für andere Verkehrsarten auf diesem Sonderweg. Der Vorrang des Radverkehrs gegenüber Ab- oder Einbiegenden bleibt davon unberührt, ob ein Benutzungsrecht oder eine Benutzungspflicht vorliegt. Es ist als Sonderweg ein Straßenteil.
Übrigens: Gehwege, die nicht mit Zeichen 240 StVO oder Freigabe (Z. 239 plus "Fahrrad frei") versehen sind, sind Gehwege. Da haben Radfahrende nichts zu suchen. Da ist es auch egal, ob der Gehweg rot gepflastert ist oder ob ein Stein mit Fahrradpiktogramm eingelassen ist.

Ein ausnahmsweise als benutzungspflichtiger Radweg ausgewiesender Radweg muß nur benutzt werden, wenn er stetig im Verlauf, fahrbahnbegleitend, benutzbar und zumutbar ist. Einige Juristen nehmen an, daß eine Benutzungspflichtig nichtig ist, wenn der Radweg augenscheinlich die Mindestbreite unterschreitet (vgl. KETTLER 98-103).

 http://www.deutschlandfunk.de/verkehr-radwegpflicht-war-gestern.697.de.html?dram%3Aarticle_id=294895

Weitergehende Lektüre

alt


Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 19. August 2014 um 13:05 Uhr
 
Fahrradcodierung im Stadtseegelände PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: TF   
Sonntag, den 17. August 2014 um 12:45 Uhr

(TF) Laut Programmheft bieten Polizei und Verkehrswacht auch in diesem Jahr im Stadtseegelände die kostenlose Fahrradcodierung an. Diese Codierung wird auch vom ADFC empfohlen. Denn codiert kann das Fahrrad leicht dem rechtmäßigen Eigentümer zugeordnet werden. Gleich nebenan besteht die Möglichkeit, sich bei der Ortgruppe Rendsburg des ADFC über Fahrradthemen zu informieren. Es gibt auch ein Gewinnspiel. 1. und 2. Hauptpreis ist eine hochwertige, wasserdichte Packtasche von Ortlieb.

Informationen zur Fahrradcodierung:
 http://www.adfc.de/technik/diebstahl/vorbeugen/fahrrad-codierung/fahrrad-codierung

Lage des Informationsstandes des ADFC Rendsburg auf dem Rendsburger Herbst: http://osm.org/go/0Hmn7jVt9--?m=

Programm des Rendsburger Herbstes:
www.rendsburger-herbst.de 

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 02. September 2014 um 20:18 Uhr
 
Argumente gegen Schutzstreifen neben Längsparkenden PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: TF   
Samstag, den 09. August 2014 um 10:54 Uhr

(TF) Dieser interessante Leserbrief zu einer Bamberger Lösung  zeigt auch auf, warum wir den angedachten Schutzstreifen in der westlichen Hollerstraße abgelehnt hatten.

http://www.wiesentbote.de/2014/08/09/leserbrief-strasse-wird-fahrradgerechter

 
«StartZurück12345678910WeiterEnde»

Seite 8 von 15

© ADFC 2010