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Hier berichten wir, wo und wie wir für Sie aktiv sind. Der letzte Besuch einer Verkehrsausschußsitzung gehört genauso dazu wie der Eindruck von der letzten Tour.



Lilienthalstraße, Rendsburg: Stellungnahme zu Ausbauplänen PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: TF   
Mittwoch, den 05. Juni 2019 um 15:19 Uhr

(TF) Der Ortsgruppensprecher Bodo Schnoor hatte für den ADFC Rendsburg Stellung zu den Ausbauplänen für die Lilienthalstraße genommen. Er forderte eine Mindestbreite von 1,8 m für die Gehwege und bezieht sich auf die Empfehlungen für Fußverkehrsanlagen (EFA) der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen e.V. (FGSV).

Was interessieren eine Fahrradlobby Gehwegbreiten?

Dem ADFC ist es wichtig, Gehwege nach Stand der Technik zu haben, weil Kinder unter 8 Jahren nach § 2 V StVO auf den Gehweg gezwungen werden. Für ein friedliches Nebeneinander von zu Fuß Gehenden und radfahrenden Kindern und ihren Begleitpersonen ist eine angemessene Breite wichtig. Für die 90-Jährige mit Rollator ist es unangenehm und bedrohlich, wenn Radfahrende eng an ihr vorbeifahren. Auch deshalb haben die Sachverständigen die Mindestbreite von 1,8 m als Stand der Technik festgelegt. Betroffene Verkehrsteilnehmer können die Erfüllung dieses Standes der Technik vor dem Verwaltungsgericht nach einem schriftlichem Vorgeplänkel als Verpflichtungsklage einklagen.


Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr müssen, Kinder bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr dürfen mit Fahrrädern Gehwege benutzen. Ist ein baulich von der Fahrbahn getrennter Radweg vorhanden, so dürfen abweichend von Satz 1 Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr auch diesen Radweg benutzen. Soweit ein Kind bis zum vollendeten achten Lebensjahr von einer geeigneten Aufsichtsperson begleitet wird, darf diese Aufsichtsperson für die Dauer der Begleitung den Gehweg ebenfalls mit dem Fahrrad benutzen; eine Aufsichtsperson ist insbesondere geeignet, wenn diese mindestens 16 Jahre alt ist. Auf zu Fuß Gehende ist besondere Rücksicht zu nehmen. Der Fußgängerverkehr darf weder gefährdet noch behindert werden. Soweit erforderlich, muss die Geschwindigkeit an den Fußgängerverkehr angepasst werden. Vor dem Überqueren einer Fahrbahn müssen die Kinder und die diese begleitende Aufsichtsperson absteigen. (§ 2 V StVO)

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 12. November 2019 um 15:26 Uhr
 
40 Jahre Fahrradlobby! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: TF   
Donnerstag, den 18. April 2019 um 13:47 Uhr

Jubiläumslogo 40 Jahre ADFC

Heute vor 40 Jahren wurde in Bremen der ADFC gegründet. Am 18. April 1979 gründete Jan Tebbe mit 17 Mitstreitern den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club in seinem Wohnzimmer.
Heute ist der ADFC eine verkehrspolitische Kraft mit vielen Ortsgruppen, in denen Ehrenamtliche aktiv sind. Sie machen Druck auf die Kommunalpolitik und die Verwaltung, damit der Radverkehr eine sichere, komfortable Infrastruktur vorfindet.
Seit 2014 hat der ADFC Schleswig-Holstein eine Ortsgruppe in Rendsburg, deren Mitglieder zuvor schon aktiv die Verwaltung "nervten", damit die Belanfge des Radverkehrs berücksichtigt werden. Seit etlichen Jahren haben diese Aktiven unter Leitung des Ortsgruppensprechers Bodo Schnoor aus Büdelsdorf Informationsstände auf dem Rendsburger Herbst und bei Rendsburg macht mobil.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 25. April 2019 um 21:15 Uhr
 
Verkehrshinweis: B 203 bei Hamdorf PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: TF   
Mittwoch, den 20. März 2019 um 11:12 Uhr

(TF) Fahrradpendler aus bzw. in unseren Einzugsbereich müssen bis Juni mit Einschränkungen auf der B 203 zwischen Dithmarschen und Hamdorf rechnen. Ob eine alternative Eiderquerung für Alltagsradfahrende eingerichtet wird, teilte der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein anscheinend nicht mit.
Auf der Halbtagesradtour "Die Eider als historische Grenze" am 15. Juni werden wir bei Prinzenmoor die sanierte B 203 kreuzen. Bei dieser Gelegenheit wird wird der Tourleiter Torben Frank vor Ort kurz etwas zu den Mindeststandards für außerörtliche Radwege nach VwV-StVO zu § 2 und ERA 2010 erzählen.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 18. April 2019 um 19:42 Uhr
 
Mehr Platz fürs Rad! PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: TF   
Dienstag, den 05. März 2019 um 14:54 Uhr

Mehr Radverkehr ist die Lösung bei Stau, dicker Luft und Fahrverboten. Steigen mehr Menschen auf das Fahrrad um, ist das gut für alle. Wie das gelingt, zeigt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e. V. in 2019 mit einer großen, bundesweiten Kampagne. Das Ziel: Mehr Platz fürs Rad - für gute Radwege, sichere Kreuzungen und viel mehr Fahrradparkplätze. Zusammen mit seinen ehrenamtlich aktiven Mitgliedern macht der Fahrradverband auf die Platzdebatte im Straßenverkehr aufmerksam und zeigt mit Aktionen vor Ort wie dieser Platz fürs Fahrrad, für gute Radwege und für bessere Radfahrbedingungen genutzt werden kann. Weitere Informationen auf mehrplatzfuersrad.adfc.de. Hashtag: #MehrPlatzFürsRad.

Quelle: ADFC Bundesverband

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 18. April 2019 um 19:46 Uhr
 
Der Blutzoll für den Götzen Automobilität PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: TF   
Samstag, den 23. Februar 2019 um 11:59 Uhr

(TF) Eigentlich ist Radfahren sehr sicher und dazu gesundheitsfördernd. Radfahrende haben ein geringeres Unfallverletzungsrisiko als Autoinsassen. Das Fahrrad könnte noch sicherere Mobilität bieten, wenn die Infrastruktur entsprechend gestaltet würde und sich die anderen Verkehrsteilnehmer an die Regeln hielten. Doch die Verwaltungen betrachten nur Automobilität als fließenden Verkehr und tun alles, damit Kraftfahrzeuge zügig fahren und abbiegen können. Blindes zügiges Abbiegen kostet vorrangberechtigte Radfahrende die Gesundheit oder das Leben. Viele Radfahrende verzichten im vorauseilenden Gehorsam auf ihren Vorrang, andere verhindern durch Gefahrenbremsung den radwegetypischen Abbiegeunfall. Ertere haben wegen  ihrer Zauderei, welche als defensive Fahrweise mißverstanden wird, das höhere Unfallrisiko. Wegen des Unfallrisikos durch rücksichtlos abbiegende Kraftfahrzeugführer fahren sicherheitsbewußt Radfahrende auf der Fahrbahn, die im Volksmund "Straße" genannt wird. Dort werden sie vorsätzlich eng überholt und gefährdet, weil Autofahrende die Verkehrsregeln nicht kennen und meinen, sie dürften sich als "Verkehrserzieher" aufspielen. LKW-Fahrer biegen blind ab und berufen sich auf den sogenannten "Toten Winkel", den es aber beim vorschriftsmäßig ausgestatteten LKW mit gründlich eingestellten Spiegeln gar nicht gibt. Die Polizei betreibt in ihren Pressemitteilungen dazu noch häufig victim blaming, indem sie mit sprachlichen Mitteln dem Opfer die schuld zuweist. Statt "Ein Autofahrer bog ab, mißachtete den Vorrang eines geradeausfahrenden Radfahrenden. Der Radfahrende bremste, wurde aber vom Auto erfaßt und durch den unfallbedingten Sturz verletzt" heißt es bei der Polizei "Ein abbiegender Autofahrer übersah einen Radfahrenden. Der Radfahrende touchierte im Einmündungsbereich das Auto und verletzte sich. Der Radfahrer trug keinen Helm und war dunkel bekleidet.". Vom Regelverstoß des Autofahrenden, welcher unfallursächlich ist, ist keine Rede. Es wird hingenommen, daß Automobilität einen Großteil der Flächen beansprucht, daß Autofahrende andere Verkehrseilnehmer gefährden.Das kostet unnötig Menschenleben. "Mit einer unbegreiflichen Selbstverständlichkeit erreichten wir diesen Blutzoll Jahr für Jahr an den Götzen Mobilität." Gemeint ist Automobilität.

 
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